Hier kam es zu dem Gewaltverbrechen: das Hotel an der Landwehrstraße. © nah
Dramatische Szenen am frühen Mittwochmorgen in einem Hinterhof-Hotel im Bahnhofsviertel: Ein Senegalese kam um 7.15 Uhr blutüberströmt die Treppen hinunter und stand schwer verletzt im Foyer des Betriebs an der Landwehrstraße. Der 33-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, ein 39-jähriger Landsmann vorläufig festgenommen. Er gilt als mutmaßlicher Verursacher der Verletzungen. Mehr Informationen zur Tat gibt die Polizei bislang nicht preis. Die Mordkommission ermittelt.
Ein Mitarbeiter des Hotels hatte den Notruf gewählt und damit für ein Großaufgebot an der Landwehrstraße gesorgt. Die Polizei eilte mit mehr als zehn Streifen zu dem Hotel, durch den Einsatz kam es zu größeren Verkehrsbehinderungen bis in die Goethestraße hinein.
Die Ermittler des Kommissariats 11 und die Spurensicherung waren den ganzen Vormittag vor Ort. Auch die Aufnahmen der Hotelkameras wurden ausgewertet. Für die Polizei ist wichtig, herauszufinden, was überhaupt zu dem Streit und der blutigen Auseinandersetzung geführt hat.
Der 33-jährige Senegalese lebt im Landkreis Miesbach. Er wies mehrere schwere Verletzungen am Oberkörper auf. Ob es sich um Stich- oder Schlagwunden handelte, lässt das Präsidium bewusst offen. „Aktuell besteht aber keine Lebensgefahr“, unterstreicht Polizeisprecher Werner Kraus. Der mutmaßliche Täter hat keinen Wohnsitz in Deutschland. Beide Männer sind bislang nicht aktenkundig geworden.NAH