Messer-Attacke nach Trennung

von Redaktion

Der Angeklagte Milos M. im Landgericht. © SIGI JANTZ

„Ich liebe Dich, und Du musst sterben“: Es waren die letzten Worte von Milos M. (38) an seine Lebensgefährtin – als der Serbe auf ihr kniete und immer wieder zustach. In der Adam-Berg-Straße (Ramersdorf) war es Ende Mai 2025 zu einem blutigen Trennungsdrama gekommen. Gegen 1 Uhr nachts hatte M. seine langjährige Partnerin mit einem anderen Mann erwischt – wütend und betrunken attackierte er beide mit einem Küchenmesser und verletzte sie schwer. Seit gestern wird dem Serben der Prozess gemacht.

Die Anklage lautet auf versuchten Mord. Laut Staatsanwältin konnte Milos M. „in seinem übersteigerten Besitzdenken“ nicht ertragen, dass er verlassen wurde – und wollte die Frau sowie den Nebenbuhler deshalb „abstrafen“. Zuvor war bereits eine Ehe des Bauarbeiters gescheitert – er hat drei Kinder von zwei Frauen. Und ein handfestes Alkoholproblem.

Am Landgericht legte Milos M. nun ein Geständnis ab. „Er schämt sich sehr und ist sich bewusst über das Leid, das er verursacht hat“, erklärte Verteidiger Peter Pospisil. Das Motiv allerdings streitet der Serbe ab. Er habe nicht über seine Ex-Partnerin „verfügen wollen“. Fakt ist aber: Per Beschluss durfte M. sich ihr gar nicht nähern – er lauerte beiden gezielt vor ihrer Wohnung auf. Ihm droht im Höchstfall sogar lebenslänglich!ANDREAS THIEME

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