Bei dem Verdacht geht es um sensible Schülerdaten. © dpa
Gibt es bei der Stadt ein massives Datenleck? Laut einem Bericht der „Abendzeitung“sollen 120.000 Datensätze von Münchner Schulkindern unberechtigt in Umlauf geraten sein. Demnach gehe es um sensible Daten wie Namen, Adressen und Geburtsdaten. Das betroffene Unternehmen LHM Services (LHM-S), IT-Dienstleister städtischer Schulen, ist eine Tochterfirma der Landeshauptstadt. Sie betont, man nehme Datenschutz „sehr ernst“ und habe den möglichen Vorfall umgehend beim Landesbeauftragten für Datenschutz gemeldet sowie Strafanzeige gegen unbekannt erstattet.
Den Verdacht auf ein Datenleck könne man dennoch aktuell nicht bestätigen, so die LHM-S. Die betroffenen Datensätze seien der Firma trotz Aufforderungen bislang nicht überlassen worden. Unklar sei auch, wer Zugriff auf die Daten bekam. Hinweise darauf, dass die Daten im Darknet auffindbar oder allgemein verfügbar seien, gebe es bislang nicht. Eine Spezialfirma wurde mit der Prüfung beauftragt. Laut „AZ“sollen die Daten über das „Darknet transferiert“ worden und so bei der Zeitung gelandet sein. Ob und wo sie sonst zirkulieren, lässt der Bericht offen.
Laut LHM-S spreche derzeit jedoch vieles dafür, dass die Daten nicht frei zugänglich sind, sondern möglicherweise gezielt für eine „presseöffentliche Verwertung“ weitergegeben wurden. Geprüft werde ein „potenziell auffälliges Downloadverhalten“ eines gekündigten Ex-Mitarbeiters, der früher Zugriff auf die Daten hatte.
Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg bestätigt Ermittlungen unter anderem der Zentralstelle Cybercrime. OB Krause (Grüne) fordert Aufklärung, sollte es Verstöße gegeben haben.LIM