Wie soll dieser Koloss heißen?

von Redaktion

Stammstrecke: Bahn sucht einen Namen für ihre Tunnelbohrmaschine

Die Maschine wird am Tunnelportal West in der Nähe der Donnersbergerbrücke eingesetzt. © Axel Haesler

Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und ist noch in mehrere Teile zerlegt. © Dirk Walter

Wird es eine Barbara werden, eine Josefine oder gar eine Gloria-Sophia? Die Deutsche Bahn startet einen Wettbewerb zur Namensgebung für die erste Tunnelbohrmaschine der Zweiten Stammstrecke. Alle können mitmachen, auch Nicht-Münchner, und bis zum 30. Juni Vorschläge für den Namen der Maschine einreichen. Die Tunnelbohrmaschine wird ab Mitte September 2026 den Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen der Donnersbergerbrücke und dem Marienhof herstellen. Derzeit steht sie noch auf dem Firmengelände des Herstellers Herrenknecht und wird für den Transport zerlegt – die ersten drei von 23 Lkw-Transporten sind laut Bahn bereits am Tunnelportal eingetroffen. Die Maschine ist rund 178 Meter lang, wiegt etwa 700 Tonnen und wurde speziell für den matschigen Münchner Untergrund mit viel Sand und Schluf entwickelt.

Tunnelbohrmaschinen tragen traditionell weibliche Namen, erklärt die Bahn. Die Tradition geht auf die Heilige Barbara zurück, die als Schutzpatronin der Bergleute und Mineure gilt.

„Wir bauen die Zweite Stammstrecke für die Menschen in München und der gesamten Region“, sagt Jörg Müller, Leiter Technik bei der Zweiten Stammstrecke. „Deshalb finden wir es schön, wenn die Menschen bei einem besonderen Teil dieses Projekts mitwirken und der ersten Tunnelbohrmaschine einen Namen geben können.“

Gesucht werden weibliche Namen mit Bezug zu München, Bayern, Technik, Wissenschaft oder Infrastruktur. Auch kreative Akronyme mit nachvollziehbarer Herleitung sind möglich.

Das Auswahlverfahren läuft über zwei Phasen: Das Projektteam trifft aus den eingereichten Namensvorschlägen eine Vorauswahl von drei Namen. Über diese Finalisten können die Bürger dann vom 13. bis 24. Juli 2026 online abstimmen. Der Gewinnername wird im Anschluss offiziell bekannt gegeben. Unter www.2.stammstrecke-muenchen.de/tbm kann die Öffentlichkeit ab sofort Namen vorschlagen und später über die Finalistinnen abstimmen.

Die Person oder Gruppe, die den ausgewählten Namen vorgeschlagen hat, erhält eine exklusive Führung zur Tunnelbohrmaschine am Tunnelportal West – diese wird zum Tag der offenen Baustelle am Wochenende vom 12./13. September stattfinden.

Die Tunnelbohrmaschine wird in die Baugrube am Tunnelportal West unweit der Donnersbergerbrücke eingesetzt. Sie bohrt auf rund drei Kilometern Länge den Erkundungs- und Rettungsstollen der Zweiten Stammstrecke. Die sogenannte Mixshield-Maschine wurde von der ARGE Tunnel Hauptbahnhof gemeinsam mit dem Hersteller Herrenknecht entwickelt. Zur ARGE (Arbeitsgemeinschaft) gehören die Unternehmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, die Firmengruppe Max Bögl, Ed. Züblin AG sowie Bauer Spezialtiefbau. Es ist die erste Tunnelbohrmaschine, fünf weitere werden folgen.DIRK WALTER

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