Politikerin will längere Sommerferien

von Redaktion

Bis zu 40 Grad: Debatte um Maßnahmen für Schulkinder – kostenlos ins Freibad?

SPD-Chefin Anne Hübner wünscht sich längere Sommerferien. © Riedl, Bodmer

Die enorme Hitze nimmt viele Menschen ziemlich mit. Neben älteren Menschen haben Kinder bei diesen Temperaturen die meisten Probleme. Deshalb wollen Stadträte im Sommer einige Maßnahmen treffen. SPD-Stadträtin Anne Hübner stellt sogar in den Raum, die Sommerferien zu verlängern. Denn die Kinder müssten bei 35 Grad Schulaufgaben schreiben. Und die meisten Klassenzimmer hätten keine Klimaanlage. „Vermutlich sollten wir sehr bald darüber nachdenken, unsere Schulferien denen Italiens und Frankreichs anzupassen. Früher und länger“, schreibt Hübner auf X. In Italien haben die Ferien bereits am 10. Juni begonnen. Und sie dauern insgesamt zwölf Wochen bis Mitte September. In Frankreich haben die Schüler acht Wochen frei. Von Anfang Juli bis Ende August.

Einige Schulen handeln bereits: Am Willi-Graf-Gymnasium gibt es normalerweise vor Notenschluss kein Hitzefrei. Das könnte sich diese Woche ändern, wie es in einem Schreiben an die Eltern heißt. Und auch die ÖDP ist um die Gesundheit der Kinder besorgt. Deshalb will die Partei über einen freien Freibadeintritt nach besonders heißen Schultagen diskutieren. Zudem wollen die Stadträte in einer Anfrage an die Stadtverwaltung wissen, wie groß das Problem an Münchens Schulen tatsächlich ist und wo die bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen nicht ausreichen. „Langfristig benötigen wir hitzefitte Schulen, kurzfristig müssen wir den Kindern und Jugendlichen wenigstens etwas Abkühlung verschaffen“, sagt ÖDP-Chef Tobias Ruff.

Die Hammer-Hitze hat nicht nur Einfluss auf den Menschen, sondern löst auch weitere Extrem-Ereignisse aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit regelmäßig vor Wärmegewittern. Die feuchte, warme Luft steigt nach oben. Kühlt diese in der Höhe ab, entstehen große Gewitterwolken, in denen durch Reibung elektrische Spannung entsteht.MTW

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