Auch Tantris-Küchenchef Benjamin Chmura (re.) und Sigi Schelling vom Werneckhof bieten Sterne-Kost zum Probierpreis.
Entspannt genießen im Westend: das „Mokum“-Trio mit Julia Kolbeck (Mitte). © Markus Götzfried, Tantris, oliver Bodmer
Chef-Köchin Rosina Ostler im „Alois“ (Dallmayr) bietet spezielle Business-Lunches an. © Marcus Schlaf
Heute werden die Michelin-Sterne 2026 verliehen. Ein kleiner Appetithappen: Gourmetküche muss nicht superteuer sein. Wir haben Beispiele in München gesammelt, wo man reinschmecken kann, ohne Unmengen in die Gaumenfreuden zu investieren.
Tantris: Benjamin Chmura (35) bietet jungen Genießern das Menu Jeune. Das Mittagsangebot im Zwei-Sterne-Restaurant beinhaltet ein 4-Gänge-Menü, Aperitif, Weinbegleitung und Kaffee zu aktuell 150 € pro Person. Das Abendangebot lockt mit einem 5-Gänge-Menü, Aperitif, Weinbegleitung und Kaffee zu aktuell 225 € pro Person.
Alois: Einen speziellen Business-Lunch gibt es beim Zwei-Sterne-Lokal von Dallmayr. Neben dem vollständigen Menü serviert das Team von Rosina Ostler ein 8-Gänge-Menü für 185 € pro Person. Zum Vergleich: Abends werden obligatorisch 16 Gänge für 300 € angeboten.
Komu: „Man soll beim Essen Spaß haben dürfen“, sagt Christoph Kunz, der in der Hackenstraße das Zwei-Sterne-Lokal Komu betreibt. Mittags serviert der Koch fünf Gänge für 175 €. Zum Vergleich: Abends kommen acht Gänge auf 295 €.
Werneckhof: In Sigi Schellings Gourmet-Tempel in Schwabing (ein Stern) kann man mittags ein 3- oder 4-Gang-Menü wählen (135 bzw. 155 €). Oder man speist à la carte: Das Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und Preiselbeeren kostet dann 38 € pro Person.
Mokum: „Im kleinen Mokuman der Münchner Theresienwiese locken entspannte, sympathisch-herzliche Atmosphäre und ein kreatives, internationales À-la-carte-Angebot – auch Sharing ist eine Option“, lobt der Guide Michelin. Julia Kolbeck, die das Mokum 2025 mit Florian Rottensteiner und Tim Meier eröffnet hat, erklärt das Konzept: „Bei der Produktqualität sind wir in allen Bereichen sehr strikt. Sonst wollen wir aber, dass sich unsere Gäste an keinerlei Regeln halten müssen. Bei uns können die Gäste für einen Toast und ein Bierchen kommen oder eben den ganzen Tag sitzen und die Karte rauf und runter essen oder trinken.“ Die Gäste können sich „zwei, drei Gänge oder mehr“ bestellen, Gerichte teilen „und bei leerem Teller wieder Pläne schmieden oder sich einfach treiben lassen“, so Kolbeck. „Wir haben immer begleitende Weine und öffnen spontan alles.“ Auf der Speisekarte der Tagesbar stehen derzeit etwa Seeforelle mit Paprika-Fenchel und Münchner Safran (22 €) oder Zwiebel und Artischocke mit Münchner Ricotta, Basilikum und Parmesan (19 €).
Tölzer Schießstätte: Bereits seit Längerem gehören das Wirtshaus und Schützenheim zu den Bib-Lokalen – mit bayerischem Charme und bodenständiger Küche, geführt von Michaela und Andreas Hager. Wo? In Wackersberg bei Bad Tölz. Überhaupt: Die Bib-Gourmand-Adressen beeindrucken mit ihrer Bandbreite – von der Metropole bis zum Land, vom urbanen Restaurant bis zum rustikalen Gasthof.STEPHANIE EBNER