In diesem Karton wurden die süßen Kaninchenbabys ausgesetzt. © Tierheim Riem
Wer kann so herzlos sein? Ein Tierhalter hat acht Kaninchenbabys in einem Pappkarton an einer Tankstelle in der Riemer Straße ausgesetzt. Ohne ihre Mutter, ohne Wasser und schutzlos der prallen Sonne ausgeliefert – bei 33 Grad am vergangenen Donnerstag. Nur dem aufmerksamen Handeln einer Passantin ist es zu verdanken, dass die Tiere noch leben.
Die Finderin brachte die erst wenige Wochen alten Jungtiere ins Tierheim – die Kaninchen waren schon in kritischem Zustand. „Eine halbe Stunde später hätten vermutlich mindestens vier von ihnen nicht überlebt“, berichtet Tierpflegerin Melina Kink. „So junge Tiere können ihre Körpertemperatur noch nicht ausreichend regulieren. In einem geschlossenen Karton werden sie bei dieser Hitze innerhalb kürzester Zeit zu Tode gequält.“
Für die acht Kaninchenbabys gibt es inzwischen dennoch Anlass zur Hoffnung: In der Kleintierabteilung des Münchner Tierheims wurden sie der Kaninchendame Belle anvertraut, die erst vor Kurzem selbst Nachwuchs bekommen hat. Die fürsorgliche Mama hat die acht fremden Jungtiere ohne Zögern angenommen und versorgt nun inklusive ihrer drei eigenen insgesamt elf Babys.
Auch Kaninchenbock Peter kümmert sich rührend um den unerwarteten Familienzuwachs, obwohl selbst Belles drei eigene Junge gar nicht seine leiblichen Nachkommen sind. Nun drücken die Tierpfleger die Daumen, dass die Babys gesund aufwachsen.MM