Campingplatz-Chef Klaus Bartl könnte mit seinem Flösserstadl nachrücken. © Achim Schmidt
Die Krüge hoch? Nein, Klaus Bartl (59) will sich nicht zu früh freuen – darüber, dass er 2026 vielleicht Wiesn-Wirt wird. Aber Fakt ist: Nach Alexander Eggers Absage könnte der Chef des Campingplatzes in Thalkirchen den Zuschlag für ein kleines Zelt bekommen. Nach Informationen unserer Zeitung ist er der Nächste auf der Punkteliste der Stadt.
Zu unserer Zeitung sagt der gebürtige Münchner: „Ich bewerbe mich seit mehreren Jahren immer wieder um einen Zeltplatz auf dem Oktoberfest. Für dieses Jahr habe ich mich auch beworben – und ich habe im Mai wegen zu weniger Punkte eine Absage bekommen.“ Und: „Ich habe bislang keine offizielle Auskunft dazu, ob ich als Nächstes auf den Zeltplatz der Münchner Stubn nachrücke.“ Alexander Egger und seine Frau waren ab 2022 mit ihrer kleinen Münchner Stubn auf der Wiesn. Auch für heuer erhielten sie einen Zuschlag. Nun könnte stattdessen erstmals Bartl seine Hühnerbraterei Flösserstadl aufbauen.
Erfahrung als Wirt hat er: „Ich pachte seit elf Jahren den Campingplatz mit der angehängten Gastronomie von der Stadt. Und seit 2015 führe ich auch den Almwirt in Haar, ein Wirtshaus mit Hotel.“ Er übernahm beide Betriebe fast zeitgleich. „Mit sportlichen Herausforderungen in der Gastronomie kenne ich mich also aus.“
Der Weg zum Wiesn-Wirt wäre genauso eine sportliche Herausforderung. In etwas mehr als zwei Monaten wird o’zapft, der Aufbau der großen Zelte läuft seit einer Woche. Bartl sagt: „Falls wir auf die Wiesn dürfen, haben wir ein Konzept, und wir sind vorbereitet. Wir, das sind auch meine Familie, etwa mein Sohn Luis, und unsere Geschäftspartner.“
Und welches Bier soll’s geben? „Ich weiß ja nicht, ob ich Wiesnwirt werde. Aber in der Campingplatz-Gastronomie und im Almwirt schenken wir Augustiner-Helles aus.“REGINA MITTERMEIER