Wer hat mein Klo verschmiert?

Hirschgarten: Vandalen wüten in der Toilette des Biergartens – Wirt ist sauer

Der Wirt ärgert sich über Schmierereien im WC.

Normalerweise gut gelaunt: Thomas Fesenmair ist Wirt im Hirschgarten. Jetzt kämpft er gegen Vandalismus auf seiner Biergarten-Toilette. © Marcus Schlaf, privat

Gemütlich zusammensitzen unter alten Bäumen, ratschen, eine kühle Mass und eine Brotzeit genießen – so stellt man sich einen Biergartenbesuch vor. Nicht dazu gehört dagegen Vandalismus. Doch genau darüber ärgert sich Thomas Fesenmair, der Wirt im Königlichen Hirschgarten. Denn als am Montagabend die Toilettenfrau ihren Rundgang machte, stellte sie fest, dass ein Klo komplett verschmiert war.

„Grundsätzlich gibt es immer mal wieder Schmierereien“, sagt Fesenmair. „Ein Schriftzug an einer Wand ist leider schon normal.“ Doch an diesem Abend war es besonders schlimm: „In einer Toilettenkabine war es extrem“, berichtet der Wirt. „Ich bin ein bisschen fassungslos.“ Die Toilettenschüssel, die Fliesen, die Holzwand – alles wurde mit einem roten Stift beschmiert. Der Inhalt der Beschriftungen legt die Vermutung nahe, dass die unbekannten Täter Fußball-Ultra-Fans des FC Bayern waren. „Es ist ein brisantes Thema, dass sowohl rote als auch blaue Fußball-Fans Sachen besprühen“, sagt Fesenmair. Auch ein Trafo-Masten in der Nachbarschaft sei zum Beispiel schon bemalt worden.

Der Gastronom will ein solches Fehlverhalten nicht länger hinnehmen. „Das kostet Geld und ist Vandalismus“, ärgert er sich. Er hat deshalb Anzeige gegen unbekannt erstattet und in den Sozialen Netzwerken ein Video zu dem Thema veröffentlicht. Darin zeigt er die Schmierereien im stillen Örtchen, bittet Zeugen, sich im Hirschgarten zu melden und wendet sich außerdem direkt an „diejenigien, die so gerne malen“: „Sucht euch was anderes zum Malen“, fordert er. Die Kosten, die durch die Beschädigungen entstehen, müsste letztlich die Gemeinschaft tragen. Sein Appell: „Lasst es bitte bleiben, das brauchen wir im Biergarten nicht.“ Für sein Video hat er auf Facebook und Instagram viel Zuspruch erhalten.

Besonders ärgerlich sind für den Wirt die Beschädigungen, weil er die Toilette erst im Frühjahr renoviert hatte. „Die Neuwertigkeit ist jetzt wieder dahin“, ärgert sich Fesenmair. Die Kritzeleien und Sprüche hat er inzwischen zwar entfernt. „Aber es sieht nicht mehr so aus, als wäre es vor drei Monaten neu gemacht worden“, sagt er. An den Holzwänden sind noch Rückstände sichtbar. „Und die Wand muss neu gestrichen werden.“

Ob die Toilette danach länger schön bleiben wird? Thomas Fersenmair zweifelt noch daran. „Ich befürchte, es war nicht zum letzten Mal, dass es solche Schmierereien gegeben hat.“CLAUDIA SCHURI

Samstag, 11. Juli 2026
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