Gießen, Duschen & Co.: Die Spartipps der Münchner

von Redaktion

Die Münchner müssen Wasser sparen. Seit Dienstag hat die Stadt nun Verbote verhängt (wirberichteten). Autowaschen und das Bewässern von Rasenflächen sind allgemein untersagt. Ansonsten drohen Geldbußen bis zu 50.000 Euro. Aber wie können die Münchner ihren Wasserverbrauch verringern? Umweltbildnerin Maiken Winter von der Verbraucherzentrale Bayern und Claudia und Michael Rukower vom Kleingartenverein Nord Ost 53 geben Tipps für den Alltag.

Körperpflege: „Auf jeden Fall ist Duschen besser als Baden“, sagt Winter. Eine Badewanne sei mit etwa 150 Litern Wasser gefüllt. Auch beim Duschen kann man sparen. „Am Anfang das kalte Wasser am besten auffangen und als Gießwasser verwenden.“ Dasselbe gilt beim Händewaschen. Ersparnis: mindestens fünf Liter. Zudem müsse man nicht jeden Tag duschen. „Manchmal reicht auch nur eine Katzenwäsche“, rät Winter. Beim Zähneputzen und Rassieren das Wasser nicht laufen lassen. Bundesweit werden 36 Prozent des Trinkwassers bei der Hygiene verbraucht.

Abwaschen: Am besten den Abfluss mit dem Stöpsel verschließen, das Waschbecken einmal auffüllen und nicht unter fließendem Wasser abspülen. „Wenn man eine Spülmaschine hat, diese auf jeden Fall verwenden und voll einräumen“, sagt Winter. Auch das Obst und Gemüse in einer Schüssel abwaschen. „Wenn die Ware nicht zu sehr gespritzt ist, kann man dieses Wasser auch als Gießwasser verwenden.“

Wäsche waschen: „Am besten nur die Anziehsachen in die Waschmaschine geben, die auch wirklich gewaschen werden müssen“, sagt die Expertin. Auch Handtücher und Bettwäsche muss man nicht jede Woche waschen.

Kochen: Auch hier gilt die allgemeine Regel: Nur so viel Wasser verwenden wie nötig. „Der Topf muss nicht immer bis oben voll sein.“

Gießen: Das Ehepaar Rukower rät, das Regenwasser in Regentonnen zu sammeln. „Regenwasser ist sowieso das beste Wasser für die Pflanzen, weil es kalkarm ist.“ Auch der Zeitpunkt zum Gießen ist wichtig. Mittags ist es zu heiß und das Wasser würde schnell verdampfen. „Entweder ich gieße ganz früh morgens oder spät“, erklärt Rukower. Zudem sollte man die Pflanzen direkt an den Wurzeln gießen. Aber nicht alle Pflanzen benötigen jeden Tag Wasser. Lavendel oder der Rasen können auch länger ohne Wasser auskommen. Auch Zierpflanzen müssen zurzeit gar nicht gegossen werden. „In Zukunft muss man wirklich umdenken und sich überlegen, welche Pflanzen weniger Wasser brauchen.“

Beschattung: Mit Mulch lässt sich laut Rukower auch Wasser sparen. Die Sonnenstrahlen erreichen die mit Mulch bedeckte Erde nicht so stark, und der Boden trocknet in der Folge nicht so schnell aus. Zudem ist es sinnvoll, Gemüsepflanzen oder Weintraubenstauden zu überdachen oder zu beschatten. Denn auch so verdunstet weniger Wasser.

Trockenresistente Pflanzen: Dazu zählen Zucchini, Weintrauben oder verschiedene Kräuter, wie Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer und Lavendel. Auch Familie Rukower hat davon einige in ihrem Schrebergarten.MTW, FO

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