Heimkehr nach Schwabing

von Redaktion

Die legendäre Lach- und Schießgesellschaft kooperiert mit dem Tams-Theater

Alt-OB Christian Ude ist guter Dinge. © MARTIN_HANGEN (2)

Geschäftsführer Till Hofmann versichert: Es geht weiter.

Der Umzug ins Fat Cat führte den bunten Trupp 2025 auch in die U-Bahn. © Felix Hörhager

Das Tams-Theater in Schwabing soll die neue Heimat der Lach- und Schießgesellschaft werden. © Markus Götzfried

Totgesagte leben länger: Ende September muss die Lach- und Schießgesellschaft raus aus ihrem Interimsquartier im Fat Cat. Und wieder einmal steht die legendäre Kabarett-Bühne vor der bangen Frage: Wie geht es weiter? Nun gibt es Hoffnung: Es sieht so aus, als könnte die Bühne wieder nach Schwabing heimkehren.

Seit der Gründung von Sammy Drechsel und Dieter Hildebrandt 1956 residierte die Lach und Schieß an der Schwabinger Ursulastraße 9/Ecke Haimhauserstraße. Die ersten Jahrzehnte waren ein einziger großer Erfolg, dann wurde es turbulent: Im Frühjahr 2023 wurde das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet, das Aus aber schließlich dank eines Fördervereins unter Alt-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) abgewendet.

Im November 2025 musste der „Laden“, wie die Spielstätte oft genannt wird, raus aus den heimischen Gemäuern. Das zwischenzeitliche Konzept mit einem Nebeneinander von Gastronomie und Kabarettbühne war nicht aufgegangen. Die nächste Station: der alte stillgelegte Gasteig, das Fat Cat. Der Umzug war spektakulär: Mit prominenter Unterstützung (unter anderem mit dem damaligen OB Dieter Reiter und Kabarettist Josef Hader) und Live-Musik zog das Ensemble mit dem gelben Leuchtschild mit Kabarett-Namen auf einem Leiterwagen ins neue Heim.

Lange währte die Freude dort nicht. Im Fat Cat müssen alle Mieter wegen der anstehenden Gasteig-Sanierung ausziehen. Nun deutet sich eine Lösung an. „Bei uns ist nicht Schluss. Es geht in der alten Heimat weiter“, sagt Geschäftsführer Till Hofmann. Mehr dürfe er allerdings nicht verraten.

Das Tams-Theater an der Haimhauserstraße aber kündigt in einem Presseschreiben an: Die Lach und Schieß werde an die Haimhauserstraße zurückkehren und die Straßenseite wechseln. Der Leiter Lorenz Seib bestätigt unserer Zeitung: „Wir streben an, dass die Lach- und Schießgesellschaft nach Schwabing zurückkehren kann – in einer Art Kooperation mit dem Tams.“

Wie diese Kooperation genau aussehen soll – ob die Lach und Schieß beispielsweise tageweise in den kleinen Räumlichkeiten spielt – soll auf einem Pressetermin am 28. Juli genauer erklärt werden. Die Freunde und Unterstützer der Kultbühne atmen jedenfalls schon auf. Christian Ude sagt: „Die letzten Jahre haben Kraft gekostet. Aber es zeigt sich: Alle Nachrufe waren verfrüht. Ich bin jetzt guter Dinge.“NINA BAUTZ

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