Die neuen Pläne fürs BR-Funkhaus

von Redaktion

Projekt an der Arnulfstraße: Sender sucht Investor für Munich Media Hub

Der BR-Turm ist Teil des neuen Kultur- und Mediencampus.

Herzstück ist ein öffentlicher Innenhof als neuer Treff in der Maxvorstadt. © Simulation: BR/db-stadtplan/Johannes Prünte, BR

Der Bayerische Rundfunk „sendet“ nach einem Investor: Die Rundfunkanstalt hat ein europaweites Vergabeverfahren zur Weiterentwicklung des BR-Funkhausareals in der Maxvorstadt gestartet. Den Plänen nach soll der Südteil des Areals mit dem Hochhaus an der Arnulfstraße bis zum Jahr 2030 zum „Munich Media Hub“ umgestaltet werden, einem öffentlichen Kultur- und Mediencampus.

Ursprünglich wollte der BR den Umbau des Südteils selbst stemmen und mit dem Verkauf des Nordteils finanzieren. Doch weil der historische Studiobau unter Denkmalschutz gestellt wurde, und ein Verkauf schwierig und weniger erlösbringend wird, holt man sich einen Partner an Bord: Ein Investor soll das Hochhaus einschließlich Sockelbau sowie angrenzender Flächen sanieren, entwickeln und bewirtschaften. Der BR bleibt Eigentümer der Grundstücke und wird die Flächen im Erbbaurecht an den Investor vergeben.

Den Angaben zufolge will der BR das Funkhausareal „weiterhin als Leitnutzer prägen“ und einen Teil der bisher genutzten Fläche für Zwecke seines Programmauftrags langfristig zurückmieten – unter anderem für Veranstaltungen, den Publikumsdialog, Medienkompetenzprojekte oder auch für die dort verbleibende BR-Redaktion Oberbayern. Auch das ZDF plane, sein Landesstudio am Funkhausareal zu verankern. Voraussichtlich Ende 2027 will man mit dem Umbau beginnen.

Zwei Häuser im südlichen Teil des Areals entlang der Hopfenstraße sind laut einem BR-Sprecher nicht Teil des Verfahrens. „Diese modernisiert der BR und vermietet sie dann an Gemeinwohlpartner.“ Gespräche liefen unter anderem mit Institutionen aus Film, Medienbildung und journalistischer Ausbildung. Etwa 2030 soll der „Munich Media Hub“ fertig sein. Herzstück: ein öffentlicher Innenhof, als „neuer Treff in der Maxvorstadt“.

Der Nordteil mit Studiobau und Riemerschmid-Bau (Funkhaus), die beide unter Denkmalschutz stehen, soll weiterhin verkauft werden. Der Verkauf soll „zeitlich nachgelagert zur Investorensuche für den Südteil erfolgen“, so der BR-Sprecher. Laut Planungsreferat existiert für diesen Bereich kein Bebauungsplan. „Nach einer ersten Einschätzung wären hier vor allem Gewerbe, Einzelhandel, Kultur und Verwaltung aller Art zulässig“, heißt es.

Mittelfristig will der BR große Teile seines Betriebs nach Freimann verlegen. Er benötigt nach eigenen Angaben rund 80 Prozent der Flächen in der Innenstadt nicht mehr.DANIELA POHL

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