Rathaus: Gedenktafel für Anschlagsopfer

von Redaktion

Zehn Jahre nach dem OEZ-Attentat

Angehörige waren am Freitag bei der Enthüllung der Gedenktafel dabei. © Michael Nagy/LHM

Es war einer der schwersten Anschläge in der Geschichte Münchens: Am Mittwoch, 22. Juli 2016 tötete ein damals 18-Jähriger im und am Olympia-Einkaufszentrum aus rassistischen Gründen neun Menschen und verletzte weitere. Die Opfer waren überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene. Als Zeichen der Erinnerung hat die Stadt am Freitag gemeinsam mit Angehörigen der Opfer eine Gedenktafel im Durchgang zum Prunkhof des Rathauses enthüllt.

An dem Gedenkakt nahmen Angehörige aller Todesopfer, Oberbürgermeister Dominik Krause, Bürgermeisterin Mona Fuchs und Mitglieder des Stadtrats teil. „Zehn Jahre nach dem rechtsterroristischen Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum geben wir den Ermordeten einen zentralen Platz zur Erinnerung“, sagt Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). Zudem sei die Tafel eine Mahnung, entschieden gegen Rechtsextremismus und Rassismus einzutreten, so Krause weiter.

Die Inschrift auf der Tafel erinnert an die neun Ermordeten Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine Sulaj, Selçuk Kılıç und Sevda Dağ sowie an fünf weitere Personen, die durch Schüsse schwer verletzt wurden. Zudem werden das rassistische Motiv und der rechtsterroristische Charakter der Tat benannt.

Am Mittwoch, 22. Juli, findet zum zehnten Jahrestag des Attentats am OEZ ab 16 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Denkmal „Für Euch“ an der Hanauer Straße statt. Sie wurde gemeinsam von den Familien der Todesopfer und der Landeshauptstadt München organisiert. Es sprechen Angehörige, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Oberbürgermeister Dominik Krause. MK

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