Schritt für Schritt zum Stachus

von Redaktion

Stadt will Touristen mit Fußspuren in die City führen

Unsere Reporterin Lea Schütz zeigt, wie die Fuß-Aufkleber in der Schützenstraße aussehen würden. © Marcus Schlaf

Die Stadt plant einen großen Schritt für mehr Touristen-Freundlichkeit: Die Taskforce Bahnhofsviertel (eine Expertengruppe von Stadt, Polizei und Bahn) will Besucher in Zukunft besser in die Innenstadt leiten – mit riesigen Fußstapfen. An den Bahnhofsausgängen in der Arnulf- und Bayerstraße sollen 60 Zentimeter lange und 40 Zentimeter breite gelbe und orange Aufkleber den Weg Richtung City zeigen. 60 Zentimeter, das entspräche Schuhgröße 90. Die Taskforce plant, diese Fußspur auf den Boden zu pappen – und zwar die ganze Bayerstraße entlang bis zum Stachus.

Vom Ausgang Arnulfstraße aus sollen die Schuh-Sticker die Touristen dagegen durch die Schützenstraße führen – vorbei am leer stehenden Karstadt-Gebäude. Das soll die trostlose Gegend beleben und den Geschäftsinhabern an der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss helfen. Im Winter soll deshalb auch die Weihnachtsbeleuchtung wiederkommen. Schritt für Schritt zum Stachus – diesen Plan findet auch die Stadtrats-Opposition gut. CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl: „Die Fußspuren schaffen Orientierung, werten den Weg in die Innenstadt auf und tragen dazu bei, das Bahnhofsviertel, das immer wieder durch Unsicherheit und Verwahrlosung auffällt, ein bisschen einladender zu machen.“ Gerade in Zeiten knapper Kassen brauche man pragmatische und kostengünstige Lösungen.

Zweiter Plan der Stadt im Bahnhofsviertel: Die Goethestraße soll verschönert werden. Die Taskforce will sie zur Allee umbauen, mit mehr Platz für Caféterrassen, Fußgänger und Radfahrer. Die Experten planen dafür ab der Bayerstraße durchgehend Tempo 20, und zwar bis runter zur Landwehrstraße. Im Abschnitt zwischen Bayer- und Schwanthalerstraße wird sie dauerhaft zur Einbahnstraße. Dort dürften die Radler dann auf der Straße fahren. So wäre mehr Platz auf den Gehwegen.

Auch geplant: mehr Grün. Die Stadt soll Pflanzgefäße aufstellen – dafür würden Schrägparkplätze wegfallen. Stattdessen sollen Liefer- und Ladezonen entstehen. Und: Gaststätten sollen Platz für Schanigärten und Terrassen bekommen. Der Stadtrat muss noch allen Plänen zustimmen.T. GAUTIER

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