Abkühlung fürs Wohnquartier

von Redaktion

Große Platz-Einweihung in Bogenhausen mit einer Couch im Wasser

Der Maria-Nindl-Platz ist Teil des Neubaugebiets Prinz-Eugen-Park in Bogenhausen.

Nahmen Platz auf der neuen steinernen Brunnen-Couch: Bürgermeisterin Mona Fuchs (Mitte) und Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer (l.). © Achim Schmidt (2)

Die Kinder aus dem Viertel haben sofort verstanden, wie‘s gedacht ist. Noch während die Politikerinnen ihre Grußworte zur Einweihung des neuen Brunnens am Maria-Nindl-Platz (Bogenhausen) sprachen, bretterten die Buben mit Radln und Rollern durchs Wasser. So, wie das sein soll: Schließlich ist das hier ja als ein Ort zum Abkühlen und zum Spaßhaben geplant. Seit Samstag ist der Maria-Nindl-Platz damit offiziell komplett: Er ist der Mittelpunkt des neuen Viertels, das im vergangenen Jahrzehnt auf dem Gelände der früheren Prinz-Eugen-Kaserne gewachsen ist. Dicht bebaut ist es hier, das Quartier bietet Wohnraum für über 4000 Menschen.

Wer jetzt an einem Sommertag über die Pflasterflächen und an den hohen Fassaden vorbeischlendert, der merkt schnell: Abkühlung ist hier ein wichtiges Thema. Zumal die Bäume, die auch Teil des Konzepts sind, bisher in vielen Fällen zwar schon gepflanzt, aber halt eher noch Bäumchen sind. Wird noch, die wachsen ja. „Sie werden den Bewohnern Schatten spenden“, sagte Bürgermeisterin Mona Fuchs (Grüne), die zur Platz-Eröffnung gekommen war.

Danach erfrischte sie sich selber – und zwar nicht nur am, sondern sogar direkt im Brunnen. Die Schweizer Künstlerin Judith Albert hat dieses Wasserspiel gestaltet. Es nennt sich „Salon der Gezeiten“, besteht aus einer steinernen Sitzgruppe, die in einem kleinen, flachen See platziert ist. Der Wasserstand dort steigt und sinkt im 15-Minuten-Rhythmus, wie Ebbe und Flut. Und diese kleine Flut plätschert einem dann um die Knöchel, wenn man auf der Stein-Couch sitzt.

Dieser Brunnen wird trotz des jüngsten städtischen Wasserspar-Programms (wir berichteten) eingeschaltet bleiben. Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer (Grüne), zur Eröffnung ebenfalls vor Ort, sagte: „Er wird mit einer Umwälzpumpe betrieben.“ Das gleiche Wasser läuft also in einem Kreislauf durch, braucht also (anders als etwa der Fischbrunnen am Marienplatz) nicht dauernd frisches Trinkwasser. Und wer nach dem Brunnen-Besuch weitere Abkühlung sucht: Zum neuen Viertel gehört auch eine feine Eisdiele.ULI HEICHELE

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