Bäche trocknen aus und Fische sterben

von Redaktion

Naturschützer schlagen Hitze-Alarm – Gieß-Verbote weiter Thema – Entscheidung frühestens heute

Der Hüllgraben ist fast vollständig ausgetrocknet. © privat

Viel Sonne, Hitze, kaum Regen. München leidet unter Niedrigwasser, der Grundwasserspiegel sinkt. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) schlägt jetzt Alarm: Viele Gewässer seien fast ausgetrocknet. Hunderte Fische, Amphibien und andere Wasserorganismen sind etwa im ausgetrockneten Wasserlauf des Hüllgrabens im Nordosten Münchens verendet.

Dabei gebe es, so LBV-Geschäftsführer Heinz Sedlmeier, Möglichkeiten, Gewässer trotz Klimawandel zu erhalten: möglichst viele unversiegelte Flächen, die Verringerung der „Entwässerung der großen Moosgebiete Erdinger und Dachauer Moos. Und unsere Münchner Quellen brauchen Schutzstatus.“

Das knappe Grundwasser führte Mitte Juli auch dazu, dass die Stadtverwaltung Wasserverbote verhängte. Seitdem ist es unter anderem untersagt, private Pools zu befüllen, den Rasen zu sprengen oder das Auto zu Hause zu waschen. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Unklar ist noch, ob die bis Samstag, 1. August, geltende Allgemeinverfügung verlängert wird. Wie Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) gegenüber unserer Zeitung erklärte, fällt die Entscheidung dazu frühestens am heutigen Donnerstag, womöglich erst „Richtung Wochenende“.MAR/ NBA

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