Auf dieses Bild müssen wir länger verzichten: Der Fischbrunnen bleibt weiterhin gesperrt.
Ab 1. August dürfen Gärten wieder gegossen und Pools befüllt werden. © Marcus Schlaf (2), Martin Hangen
Gute Nachrichten für Münchner: Ab 1. August dürfen Rasen wieder gesprengt, Gärten gegossen und private Pools wieder befüllt werden. Die Stadt verlängert ihre Mitte Juli verhängten Wasser-Einschränkungen nicht. Damit läuft auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München (SWM) aus.
Der Grund: Der Wasserverbrauch ist in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Nach Angaben der SWM liegt er inzwischen wieder bei durchschnittlich rund 330 Millionen Litern pro Tag in München – vorher lag er in der Spitze zeitweise bei über 400 Millionen Litern. Oberbürgermeister Dominik Krause erklärt: „Mit dem Beginn der Sommerferien und der Reisezeit sinkt erfahrungsgemäß der Wasserverbrauch in München. Wir können deshalb die Allgemeinverfügung zum 1. August auslaufen lassen. Der sparsame Umgang mit Trinkwasser bleibt aber trotzdem sehr wichtig, denn die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit stellen nach wie vor eine große Belastung für unsere Wasserversorgung dar. Ich danke allen Münchnerinnen und Münchnern, die in den letzten Wochen mitgeholfen haben, dass aus einer angespannten Situation keine Krise geworden ist.“
Auch SWM-Chef Florian Bieberbach bedankt sich bei den Bürgern: „Ich danke allen, die durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zur Stabilisierung der Wasserversorgung beigetragen haben.“ Entwarnung gibt es allerdings nicht. Denn die Wassersituation in Bayern bleibt angespannt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt fehlen im laufenden Abflussjahr rund 32 Prozent der üblichen Niederschläge. Gleichzeitig hat die lang anhaltende Hitze die Grundwasserneubildung stark gebremst. Aktuell weisen mehr als 80 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen in Bayern niedrige Wasserstände auf.
Deshalb appellieren die SWM weiter an die Münchner, Trinkwasser bewusst zu verwenden. Sollte sich die Lage erneut verschärfen, schließen die Stadtwerke neue Einschränkungen nicht aus. Gleichzeitig arbeitet die Stadt an einer langfristigen Strategie, um die Wasserversorgung angesichts zunehmender Trockenheit und Hitzewellen dauerhaft zu sichern. Die zehn abgeschalteten Zierbrunnen in München, zu denen auch der Fischbrunnen am Marienplatz gehört, werden bis auf Weiteres weiterhin nicht sprudeln. Sie werden modernisiert und mit Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik ausgestattet, um dauerhaft Wasser zu sparen.GABRIELE WINTER