Um diesen Bereich geht es: die Karl-Theodor-Straße zwischen Borschtallee und Belgradstraße.
Sauer über die Situation: Katharina Schöberl fühlt sich von Kunden und Lieferanten abgeschnitten. © Hangen
Nichts geht mehr: Die Vollsperrung unterbricht den Verkehr in der Karl-Theodor-Straße. © Hangen
Lärm, Staub, Parkplatzsuche in sengender Hitze. Anlieger der Karl-Theodor-Straße müssen starke Nerven haben: Seit Anfang Juni wird die Straße in Schwabing umgebaut, damit mehr Platz für Fahrradfahrer und Fußgänger entsteht. Vor allem die Schulwegsicherheit soll erhöht werden (wir berichteten). Ab dem heutigen Montag kommt es noch dicker: Die Karl-Theodor-Straße wird zwischen Belgradstraße und Borschtallee komplett gesperrt.
„Es ist geschäftsschädigend“, sagt Katharina Schöberl von Elektro Obermeier. Laufkundschaft gebe es mangels Parkplätzen so gut wie keine mehr. Auch Lieferanten kämen nicht mehr zum Geschäft hin. Der Transport schwerer Geräte mit Sackkarren – eine Plackerei. „Da sind wir auf das Entgegenkommen unserer Lieferanten angewiesen.“
Die Bauarbeiten auf dem Teilstück dauern voraussichtlich bis Mitte November. Die Haltestelle für den Bus 144 entfällt in dieser Zeit und wird auf die Schleißheimer Straße (Höhe Haltestelle „Petuelring“) verlegt. Autos können die Sperre im Süden über die Schleißheimer Straße, Belgradstraße und die Hohenzollernstraße und im Norden über den Petuelring umfahren. Im Anschluss wird der Abschnitt zwischen Belgradstraße und Bonner Platz in Angriff genommen. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Mai 2027 andauern, bevor der letzte Abschnitt zwischen Schleißheimer Straße und Brunnerstraße folgt.
Wenn alles fertig ist, wird der Radweg eine Breite von 2,30 Metern haben. Der Gehweg wird auf mindestens 2,60 Meter verbreitert. Eine Fahrspur in jede Richtung bleibt bestehen. Zwischen Borschtallee und Bonner Platz entstehen 98 Fahrradstellplätze und sechs Abstellplätze für Lastenräder. Die Senkrecht- und Längsparkplätze werden zu Längsparkbuchten mit Platz für bis zu 45 Autos umgewandelt.DANIELA POHL