Harlaching: Unmut über rücksichtslose Rennradler

von Redaktion

Der Unmut über rücksichtslose Rennradfahrer in Harlaching wächst. Vor allem rund um den Wettersteinplatz seien häufig Fußgänger gefährdet, beklagen Anwohner. Immer öfter würden Rennradler auf ihrem Weg nach Süden die Straßen Harlachings durchqueren. Die Verkehrsflächen seien dafür aber gar nicht ausgelegt, kritisiert ein Bürger in einem Schreiben an den örtlichen Bezirksausschuss (BA). Die Pulks von Radlern seien so groß, dass die letzten eine Ampel oft nur bei Rot überqueren könnten. Anschließend müssten sie in hoher Geschwindigkeit zwischen Fußgängern, Kleinkindern und Kinderwagen hindurch, um den Anschluss zur Gruppe nicht zu verlieren. Das beobachte er am Wettersteinplatz immer wieder, schreibt der Bürger.

Auch an anderen Stellen in Harlaching sind die Anwohner nicht gut auf die Rennradler zu sprechen. Seit die St.-Magnus-Straße umgebaut wurde, werden die breiteren Radwege immer stärker benutzt. Ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer würden manche Radler mit hoher Geschwindigkeit durch die Straßen rauschen. „Als Anwohner habe ich den Eindruck, dass einige Rennradfahrer die St.-Magnus-Straße eher als Trainingsstrecke denn als Teil eines Wohngebiets wahrnehmen“, schreibt ein weiterer Bürger dem Bezirksausschuss.

Die Bewohner des Stadtteils fordern endlich konkrete Vorschläge. Verstärkte Kontrollen, verkehrsberuhigende Maßnahmen und eine weitere Sensibilisierung der Radfahrer könnten helfen, hoffen sie.

Einfach umzusetzen ist das nicht, das haben die Stadtteilpolitiker in den vergangenen Monaten immer wieder erfahren. So weiterzumachen wie bisher, sei jedoch auch keine Lösung. Obwohl sich viele Radfahrer vorbildlich verhielten, reiche bereits eine kleine Zahl rücksichtsloser Fahrer aus, um gefährliche Situationen entstehen zu lassen, beklagen die Anwohner.SUP

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