Vorbild Stuttgart: In der Innenstadt sollen Klimaschirme für Abkühlung sorgen. © Ecotrii/ÖDP
Die hohen Temperaturen machen den Menschen in München zu schaffen. Laut Stadträten der ÖDP sei das besonders an stark versiegelten Plätzen ein Problem. Dort, beispielsweise in der Innenstadt, heize sich der Asphalt bei 30 Grad Lufttemperatur schon mal auf 60 bis 65 Grad auf. Mit einem Projekt wollen die Politiker da für Abkühlung sorgen.
Vorbild ist Stuttgart: In der baden-württembergischen Landeshauptstadt werden sogenannte Ecotrii-Klimaschirme über den Klima-Innovationsfonds gefördert. Die modular aufgebaute Konstruktion kommt ohne tiefreichendes Wurzelsystem aus und soll ihre Umgebung durch Schatten und Verdunstung kühlen. Die Begrünung trage zudem zur CO₂-Bindung und zur Biodiversität bei. Der Pflegeaufwand soll vergleichsweise gering sein, da jeder Ecotrii über einen eigenen Wasservorrat verfügt.
Die ÖDP-Stadtratsfraktion schlägt deshalb vor, Ecotriis oder vergleichbare Begrünungs- und Beschattungssysteme im Rahmen eines Pilotprojekts auch in München zu testen. Als Standorte bieten sich etwa Neubauviertel wie Freiham oder stark versiegelte Bereiche der Innenstadt an.
„Bäume bleiben für uns das Nonplusultra“, sagt Stadtrat Johann Sauerer. Doch gebe es viele Orte in München, an denen keine Großbäume gepflanzt werden können. „Klimaschirme können dort viel schneller Schatten schaffen. Gerade in Neubauvierteln müssen die Menschen nicht erst Jahrzehnte warten, bis neu gepflanzte Bäume groß genug sind.“SKA