Neuauflage? Auch im Jahr 2025 fand das Finale der Champions League in der Münchner Allianz Arena statt. © dpa
Bekommt der FC Bayern in zwei Jahren wieder die Chance auf ein erneutes „Finale dahoam“ in der Allianz Arena? Am Mittwoch stimmt der Feriensenat des Münchner Stadtrats über eine mögliche Bewerbung für das Champions-League-Finale 2028 ab. Das Endspiel ist für den 27. Mai angesetzt. Begleitet werden soll es von einem viertägigen Champions-League-Festival (25. bis 28. Mai) im Olympiapark.
Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 2,3 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem Ausgaben für Sicherheit, Shuttle-Busse und begleitende Maßnahmen wie Werbung für das Event. Das geht aus einer nicht öffentlichen Beschlussvorlage hervor, die unserer Zeitung vorliegt. Für das Finale sind zusätzliche Finanzmittel nötig. Es lasse sich weder durch Einsparungen noch aus dem eigenen Budget des Referats für Bildung und Sport finanzieren.
Die tatsächlichen Kosten könnten am Ende jedoch niedriger ausfallen, wenn das Event näher rückt. Das zeigte sich 2025, als das Finale zuletzt in München stattfand – zwischen Paris Saint Germain und Inter Mailand: Damals waren 8,6 Millionen Euro veranschlagt, tatsächlich wurden 4,83 Millionen Euro benötigt. Gleichzeitig habe sich das Finale positiv auf die Wirtschaft der Stadt ausgewirkt, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Münchner Hotels seien während des Events zu 90 Prozent ausgelastet gewesen. Der geschätzte Umsatz im Tourismusbereich habe bei rund 46 Millionen Euro gelegen.
Auf den wirtschaftlichen Nutzen wird auch bei einer künftigen Bewerbung verwiesen: So profitieren neben Hotels unter anderem Restaurants, Einzelhandel und Veranstaltungsbranche. Zudem erhofft man sich positive Impulse für eine mögliche internationale Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele. Das Event diene als „Plattform“, um sich zu präsentieren.
Die IOC-Entscheidung über die Vergabe der Spiele 2036 soll im Juni 2029 fallen. Zunächst muss sich München im nationalen Wettbewerb um die Olympia-Bewerbung gegen Berlin und Rhein-Ruhr durchsetzen. Diese Entscheidung wird Ende September fallen.LIM