Bringt Profite: Der Europäische Kardiologiekongress ist heuer die größte Tagung auf der Messe München. © Messe München
Mehr als 33.000 Herzexperten von Weltrang treffen sich in der kommenden Woche in der Weltstadt mit Herz. Zum fünften Mal findet der weltgrößte Kardiologenkongress auf der Messe München statt. Für die Stadt ist das „ein herausragendes Ereignis für den Wissenschafts-, Medizin- und Wirtschaftsstandort München“, erklärt das Referat für Arbeit und Wirtschaft auf Anfrage unserer Zeitung.
Der Europäische Kardiologenkongress (ESC) mit Teilnehmern aus 150 Ländern ist Höhepunkt des Messejahres 2026. Er findet zum fünften Mal in München statt. Da die Kongressteilnehmer in der Regel überdurchschnittlich viel Geld ausgeben, erwartet das städtische Wirtschaftsreferat Profite insbesondere für das Gastgewerbe und den Einzelhandel. „Jeder Euro, der bei der Messe München umgesetzt wird, bedeutet zehn Euro Umsatz deutschlandweit“, erklären die Geschäftsführer der Messe München, Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel.
Trotz Internet und Co. keineswegs überholt sind große Kongresse, bei denen Teilnehmer aus der ganzen Welt extra in die bayerische Landeshauptstadt reisen, betont das Wirtschaftsreferat und schreibt: „Digitale Formate ersetzen nicht den persönlichen Austausch, die Vertrauensbildung und die Entstehung neuer Kooperationen, können aber etwa die Reichweite erhöhen und Reisen gezielter machen.“
Da viele Kongresse um die Welt wandern und regelmäßig den Veranstaltungsort wechseln, ist die Messe München nicht jedes Jahr gleich gut ausgelastet. 2025 fanden dort 74 Gastveranstaltungen statt, für 2026 sind 93 verschiedene Veranstaltungen geplant. Der ESC belegt vom 28. bis 31. August sechs Messehallen und das Kongresscenter, damit gehört der Kongress zu den größten in der Stadt. Die größte Gastveranstaltung wiederum ist die Messe „The smarter E Europe“, die nahezu das gesamte Gelände nutzt.
München verfüge als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort über herausragende Voraussetzungen für große Kongresse und Messen, betont das Wirtschaftsreferat. Damit die Stadt am Puls der Zeit bleibt, sei dennoch einiges zu tun: „München muss seine Infrastruktur kontinuierlich weiterentwickeln, zum Beispiel bei der nachhaltigen Energieversorgung, der digitalen Ausstattung, der Verkehrslenkung bei Großveranstaltungen und einer möglichst klimafreundlichen An- und Abreise aller Teilnehmenden.“SUSANNE SASSE