Querschnittslähmung am 40. Geburtstag

von Redaktion

Unfall bei Hechtsprung ins Wasser: Freunde starten Spendenaktion für Filmemacher

Ersin Cilesiz, Filmemacher und Fotograf, wurde bei dem Badeunfall schwer verletzt. © privat

Es hätte eine lustige Party werden sollen: Der Münchner Filmemacher und Fotograf Ersin Cilesiz hatte zur Feier seines 40. Geburtstags in Berlin ein Boot für eine Bootsfahrt an der Havel gemietet. Das Fest endete mit einem Drama: Cilesiz wird vom Brustkorb abwärts querschnittsgelähmt sein.

„Stand heute wird er für immer im Rollstuhl sitzen“, sagt sein Freund Daniel Hantschel. „Zum Glück funktionieren die Arme noch.“ Aktuell liegt Ersin in der Unfallklinik in Murnau. „Es ist ein langer Weg, der vor ihm liegt“, sagt Hantschel. „Aber wir wollen ihm zeigen, dass er den nicht alleine gehen muss.“ Auf der Spendenplattform „Gofundme“ hat er eine Spendenaktion (www.gofundme.com/help-eko) gestartet. Reha, Krankentransporte, barrierefreie Umbauten, Hilfsmittel – all das kostet Geld. „Nicht alles übernimmt die Krankenkasse“, erklärt Hantschel. „Seine Familie kann diese finanzielle Last nicht alleine tragen.“ Rund 127.800 Euro sind bereits zusammengekommen.

Grund für das Unglück war ein Sprung ins Wasser. Mit dem Boot war die Gruppe zu einer Badestelle gefahren. Dort wollte Ersin Cilesiz vom Absprungplateau ins Wasser springen. Freunde berichten, dass er sich zuvor mehrfach beim Bootsführer erkundigt habe, ob das sicher sei. Kein Problem, das Wasser sei tief genug, habe dieser ihm versichert, so die Freunde.

Das Geburtstagskind machte den Hechtsprung und schlug auf den Boden auf – das Wasser war viel zu niedrig gewesen. Daniel Hantschel ist selbst Schwimmlehrer, bei dem Ausflug war er nicht dabei. Ihm ist jetzt besonders wichtig, zu warnen: „Eine der wichtigsten Schwimmregeln ist, nie mit dem Kopf voran in ein Wasser zu springen, das man nicht kennt“, betont er.

Ersin Cilesiz und seine Unterstützer hoffen nach dem Unfall jetzt auch auf neue Forschungsergebnisse: „Wir sind mit Experten aus der ganzen Welt im Austausch“, erklärt Hantschel.CLAUDIA SCHURI

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