Ein 14-Jähriger war angeschossen worden. © Gaulke
Ein 14-Jähriger war in Schwabing mit einer offenbar täuschend echt aussehenden Softair-Pistole unterwegs. Passanten hielten das Spielzeug für eine echte Waffe und alarmierten die Polizei. Über den weiteren Verlauf gibt es widersprüchliche Aussagen. Die Ermittlungen dauern an. Fest steht: Ein Beamter schießt dem Jugendlichen in den Oberkörper. Der 14-Jährige wird schwer verletzt.
Grüne und SPD im Münchner Rathaus fordern jetzt, die Stadt solle sich gegenüber Bund, Freistaat und Städtetag für schärfere Regeln bei Softair- oder Spielzeugwaffen einsetzen. Schließlich könnten diese zu lebensgefährlichen Verwechslungen führen. „Spielzeug darf nicht mit einer echten Waffe zu verwechseln sein“, sagt Serzan Celik (Grüne). Es gebe keinen Grund für echt aussehende Spielzeugwaffen, so Lena Odell (SPD). „Sie sind potenziell eskalativ, wie der Vorfall gezeigt hat.“ Am Samstag protestierten 100 Personen gegen Polizeigewalt. Sie zogen vom Hohenzollernplatz zum Ort des Vorfalls in der Belgradstraße. Die Demo verlief ohne Zwischenfälle.SKA