Das Südbad hat einen relativ kleinen Außenbereich. Größere Freibäder fehlen im Münchner Süden. © Yannick Thedens
Die hohen Temperaturen dieses Sommers sorgten dafür, dass es auch im Bezirksausschuss (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln hitzig herging. Grund: Dem Münchner Süden fehlen die Schwimmbäder. Max Wartbiegler aus Solln hat seinem Ärger Luft gemacht, dass es kaum Möglichkeiten gibt, sich im Sommer im Freien abzukühlen und der Schwimmsport für Schulen und Vereine schlichtweg auf der Strecke bleibe. „Das Stäblibad ist eine Ruine, das Samberger Schulschwimmbecken ist derzeit ohne Wasser, wir müssen zum Schwimmen nach Pullach fahren, tut was!“ forderte er die BA-Mitglieder auf.
Tatsächlich ist die Auswahl an Freibädern im Münchner Süden überschaubar. Nach dem Abriss des Bades am Forstenrieder Park, dem Stäblibad, bleibt derzeit nur das Südbad an der Valleystraße mit seinem vergleichsweise kleinen Außenbereich und das Naturbad Maria Einsiedel. Ein klassisches Schwimm- und Freibad mit größerer Liegewiese und mehreren Schwimmbecken sucht man vergebens. Auch für die Mitglieder des Stadtteilgremiums ist das ein gravierender Mangel. BA-Chef Ludwig Weidinger (CSU) sagte: „Der Missstand ist bekannt. Viel Handlungsspielraum hat der Bezirksausschuss allerdings leider nicht. Wir sind ja schon froh, dass nach dem Abriss des Stäblibades überhaupt wieder ein Schwimmbad entsteht.“
Bis dahin bleibt die Situation allerdings unverändert. Für Max Wartbiegler ist das angesichts des Anspruchs der Landeshauptstadt schlicht zu wenig. „München will sich als Sport- und Olympiastadt präsentieren, und dann fehlen die Bäder. Es ist eine Schande“, schimpfte er.DORIS KÖNIG