Radl-Razzia am Isar-Highway

von Redaktion

Schwerpunktkontrollen der Polizei – 18 Verkehrsteilnehmer mit dem Handy am Lenker

Der Isarradweg: Am Donnerstagnachmittag gab es eine Schwerpunktkontrolle der Polizei. © Jens Hartmann

Isar-Highway: So kann man den Radlweg an der Isar stellenweise zurecht nennen – so rasant sind die Münchner dort gern unterwegs, sehr zum Ärger für andere Verkehrsteilnehmer. Am Donnerstag hat die Polizei am Isarradweg in Untergiesing-Harlaching eine Schwerpunktkontrolle durchgeführt – und dabei mehrere Verkehrsverstöße geahndet.

Konkret im Visier der Kontrollen war der asphaltierte Weg im Isarhochwasserbett, der hauptsächlich als Radweg genutzt wird, aber gleichzeitig den einzigen barrierefreien Zugang für Fußgänger zu den Isarauen darstellt, wie die Polizei am Freitag erläuterte: „Dies kann zu gefährlichen Situationen führen.“ Über 100 Radler und E-Rollerfahrer wurden von rund 25 Polizeibeamten kontrolliert. Es gab zahlreiche Verkehrssünder. 18 Münchner wurden mit dem Handy am Lenker erwischt, einige weitere mit einem „manipulierten Pedelec“, also einem aufgemotzten E-Bike. Bei ihnen wurden Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie das Fahren ohne nötige Fahrerlaubnis festgestellt. Das Gleiche galt für den Fahrer eines zu schnellen E-Skateboards. Just bei ihrer Radlkontrolle bemerkten die Polizisten noch eine weitere Straftat: Ein Mann beschmierte die Brudermühlbrücke mit Graffiti. Der 59-jährige Münchner wurde wegen Sachbeschädigung angezeigt.

Laut einer Polizeisprecherin reagierten die Radler durchweg positiv auf die Kontrollen. Ziel sei es, die Sicherheit zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden. „Jeder Einzelne kann durch die Beachtung der Verkehrsregeln und ein vorausschauendes Verhalten dazu beitragen, gefährliche Situationen und Verkehrsunfälle zu vermeiden.“ Deshalb wurde die Polizeikontrolle auch mit der Kampagne „Miteinander mit Herz“ des städtischen Mobilitätsreferats kombiniert. Diese will auf die Bedeutung von Vorsicht und Rücksichtnahme im Straßenverkehr aufmerksam machen. Unter dem Motto „Hand aufs Herz: Wie rücksichtsvoll seid ihr?“ sollen die Bürger angeregt werden, sich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen. Nähere Infos zur Kampagne unter muenchenunterwegs.de/angebote/miteinander-mit-herz.ANDREA STINGLWAGNER

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