Auch junge Menschen nutzen inzwischen gerne Elektrofahrräder. Die Grafik zeigt den Anteil der E-Bike-Besitzer in den Bundesländern in Prozent.
Fahrräder mit Elektromotor sind beliebt: Fast jeder Dritte besitzt mittlerweile ein E-Bike. Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich ist Niedersachsen: Dort haben fast vier von zehn Bürgern (39,4 Prozent) ein Fahrrad mit Elektromotor. Bayern landet mit 33,7 Prozent auf Platz 3. Das Schlusslicht ist Berlin mit 15,1 Prozent.
Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Energiekonzerns Eon hervor. Für die Erhebung befragte das Umfrageinstitut Civey online bis zu 30.000 deutsche Bürger ab 18 Jahren sowie 2.500 Besitzer von E-Bikes und Pedelecs. In Deutschland liegt die Quote der E-Bike-Besitzer länderübergreifend bei 31,4 Prozent. Der bundesweite Anteil habe sich seit Beginn der Erhebung 2020 mehr als verdoppelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs um 3,4 Prozentpunkte.
Besonders viele E-Bikes seien im vergangenen Jahr bei jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren hinzugekommen. Der Anteil erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 19,4 auf 27,2 Prozent. Gut vier von zehn Befragten nutzen ihre Elektroräder für Strecken, die sie andernfalls mit dem Auto gefahren wären. Innerhalb von Bayern fällt auf: Die Stadt München liegt mit einem Anteil von 20,5 Prozent klar unter dem bayerischen Durchschnitt. Anders sieht es im Landkreis München aus, wo 31,5 Prozent ein E-Bike besitzen. Deutlich beliebter sind Elektrofahrräder in umliegenden Kreisen wie Erding, Ebersberg, Bad Tölz-Wolfratshausen oder Starnberg.
Der ADFC Bayern begrüßt den Trend. Seitdem E-Bikes boomen, seien insgesamt mehr Leute per Rad unterwegs. „Das finden wir gut“, betont Vorsitzende Eva Mahling. Denn Radfahren habe positive Effekte auf die Gesundheit. Das E-Bike fördere den Zugang im sozialen Umfeld. „Wenn ein Ehepartner sportlicher ist, kann der andere besser mithalten bei Touren.“ Gleiches gelte im Freundeskreis. Für Familien mit Kindern, die im Anhänger sitzen, seien E-Bikes eine Erleichterung. „Dann ist das Anfahren an Ampeln weniger anstrengend.“ Allerdings bergen Modelle mit Hilfsmotor auch Risiken, vor allem für Ältere. Ein Großteil der tödlich verletzten Pedelec-Nutzer sei über 65. Deshalb bietet der ADFC Sicherheitstrainings an. Die Fahrer müssten sich auf einen anderen Schwerpunkt und mehr Tempo einstellen. „Es lohnt sich, im Schonraum zu üben.“MAR/DPA