E-Bikes verkaufen sich gut: Arthur Wahler von der Radlerei Haidhausen mit einem E-Bike der Marke Cube. © Oliver Bodmer
Es ist eine Trendwende. E-Bikes sind längst keine reinen Rentner-Räder mehr. „Die Nachfrage nach Elektrofahrrädern ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, berichtet Radhändler Arthur Wahler. Auch viele junge Leute in ihren 20ern oder 30ern würden sich inzwischen die Stramplerei leichter machen und ein Fahrrad mit Hilfsmotor kaufen. „Sie wollen damit gerade in der Stadt flexibler sein.“ Wahler betreibt mit Geschäftspartner Basti Bubeck die Radlerei Haidhausen. Vor gut zwei Jahren haben die beiden, die schon lange in der Branche arbeiten, den alteingesessenen Laden an der Grillparzerstraße übernommen.
Richtig Fahrt nahm der Ansturm auf E-Bikes während der Coronazeit auf, erinnert sich Wahler. Inmitten der vielen Einschränkungen ermöglichte das Radfahren einen Hauch von Freiheit und war eine Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen. Inzwischen mache die Nachfrage nach E-Bikes zwischen 30 und 40 Prozent aus. Trotzdem sei die Verfügbarkeit recht gut. Zu den Bestsellern in seinem Geschäft gehören laut Wahler die Trekking-Touren-E-Bikes.
Die Radlerei verkauft ausschließlich E-Bikes der bayerischen Marke Cube. „Diese überzeugen durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis“, findet der 36-Jährige. Die günstigeren Modelle sind ab 2500 Euro zu haben. Am beliebtesten bei den Kunden seien E-Bikes im mittleren Preissegment, das bei 3000 bis 4000 Euro liege.
Hochpreisige Exemplare für rund 6000 Euro würden häufig mittels Leasing und Ratenzahlung finanziert. „Nach einer gewissen Laufzeit können die Kunden die Räder dann entweder kaufen oder zurückgeben.“ Um dann wieder auf ein moderneres Modell umsteigen zu können. Der Leasing-Trend nehme insgesamt in der Branche zu, berichtet Wahler – und befeuere den E-Bike-Boom weiter.MARLENE KADACH