Aufbau der Wiesn 2026; hier: Lena Eckart steigt neu als Wirtin im Café Theres‘ ein © Klaus Haag
Ein neuer Straßenverkauf und dunklere Farben im Zelt: Lena Eckart verändert das Café Theres‘ ein wenig. © Klaus Haag
Lena Eckart schiebt ein paar Schrauben zur Seite und setzt sich auf die hölzerne Theke. Auf die ist sie sehr stolz. Wo früher Sitztische im Café Theres‘ auf der Wiesn standen, ist jetzt der lange Tresen. Und dahinter öffnen sich die Fenster für den neuen Straßenverkauf. Es ist ihr erstes Oktoberfest als Wirtin des Café- und Weinzelts – und für ihre Premiere hat die 23-Jährige überlegt, wie das Theres‘ noch schöner wird.
„Den Straßenverkauf planen wir seit Januar“, sagt sie. „Auf dem Tresen werden drei Kaffeemaschinen stehen mit je drei Brühgruppen.“ Wenn ihre Idee aufgeht, flanieren Besucher in eine Wolke aus Kaffeeduft und bleiben stehen. „An jedem Fenster wird außerdem eine Truhe für Gebäck stehen.“ Auszogne, Macarons, Törtchen. Dazu gibt‘s Kaffee der Marke Alrighty Coffee, die im Werksviertel sitzt. Der Kaffeesatz aus dem Zelt werde gesammelt und im Werksviertel kompostiert. Kein Zufall. Denn Eckart gehört zur Unternehmerfamilie, die hinter dem Werksviertel Mitte steht. Ihr Vater Werner Eckart unterstützt das kleine Wiesnzelt (rund 400 Plätze) im Hintergrund. Das Café Theres‘ (früher Café Mohrenkopf) gibt es seit 1950. Gegründet wurde es von der Familie von Katharina Wiemes. An ihrer Seite steigt Eckart nun ein. „Sie hat so viel Erfahrung, das ist eine große Bereicherung für mich.“
Lena Eckart arbeitete mehrere Jahre in der Werksviertel-Gastro. Nun verleiht sie dem Theres‘ ihre eigene Note. „Die Wände sind etwas dunkler, auch der Zelthimmel. Es soll gemütlicher sein.“ Zudem gibt es bald vier statt drei Frauen-WCs.
Auf der Karte steht erstmals Matcha, also ein Getränk mit zu Pulver vermahlenem grünem Tee. Die Bio-Basis-Variante kostet 8,90 Euro, mit Eis kostet sie 9,90 Euro – und mit Erdbeer-Püree plus Eis 10,90 Euro. Bezahlung: nur bargeldlos. Auch alkoholfreien Spritz (14,90 Euro), Wein und Prosecco gibt es. „Das war auch eine egoistische Entscheidung“, sagt Eckart und grinst. „Es braucht manchmal keinen Alkohol.“
Wer sein Getränk in vornehmer Atmosphäre schlürfen will, kommt donnerstags bis sonntags zwischen 10.30 und 13 Uhr vorbei. Dann spielt ein Streichquartett.RMI