Grünes Licht für den goldenen Platz

von Redaktion

Tauschen für die Tiefgarage: Der Stadtrat soll heute einem Immobilien-Deal zustimmen. Demnach würde die Stadt eine Teilfläche von 1216 Quadratmetern am Hirmer-Parkhaus am Färbergraben an die Inka Unternehmensgruppe verkaufen. Gleichzeitig sichert sich die Verwaltung ein kleineres Grundstück von der Inka am Georg-Kronawitter-Platz. Mit dem Erwerb der Flächen rund um das alte Parkhaus soll der Grundstein für die Neugestaltung des Areals gelegt werden.

Das alles geht aus einer nicht öffentlichen Vorlage hervor, die unserer Zeitung vorliegt. Mit dem Gewinn durch den Verkauf will die Stadt ihren Teil der Herstellungskosten für die Tiefgarage stemmen. Denn die ist in den Neubauplänen von Star-Architekt Norman Foster vorgesehen. Das Konzept sieht zudem drei Neubauten vor, die durch einen öffentlichen Raum verbunden werden. In dem Ensemble sind neben Büros, Läden und Gewerbe auch Gastronomie und ein Hotel sowie öffentlich zugängliche Flächen mit Bäumen und Grün vorgesehen. Und immer wieder wird kolportiert, dass ein neuer Apple-Store auf dem Gelände entstehen könnte. Eine Zustimmung des Feriensenates heute gilt als wahrscheinlich, auch wenn es vereinzelt Murren gibt bezüglich des Ausmaßes der Tiefgarage, die auf vier Stockwerken entstehen soll.

Auf der anderen Seite schlummern die Pläne für den Platz – benannt nach dem 2016 verstorbenen Alt-OB Georg Kronawitter (SPD) – seit zwölf Jahren. Den Grundsatzbeschluss für die Umgestaltung hatte der Stadtrat bereits im Oktober gefasst – mit breiter Mehrheit. „Der Georg-Kronawitter-Platz ist ein Schlüsselort für die Altstadt“, sagte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) damals. CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl sprach sogar von einem „Leuchtturmprojekt für eine attraktive Münchner Innenstadt“.

Und auch die Grünen waren zufrieden. „Wir unterstützen dieses Projekt, weil hier ein neuer Platz mit hoher Aufenthaltsqualität für die Münchner entsteht“, sagte Stadtrat Paul Bickelbacher im Oktober. „Und mit 50 neuen Bäumen leistet die Neugestaltung einen spürbaren Beitrag zum Mikroklima in der Altstadt und zur Klimaanpassung in der Innenstadt.“ Geht weiter alles glatt, könnten bereits im kommenden Jahr die Bagger anrollen.SASCHA KAROWSKI

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