In dem Turm in Freiham können Besucher die Angebote der Kirche kennenlernen.
156 klingende Stufen führen aufs Dach des 34 Meter hohen Stahl-Objekts „Sichtung V“. © Michaela Stache (2)
Freiham bekommt keine eigene Kirche. Stattdessen hat das Erzbistum München jetzt einen Turm eröffnet. Besser gesagt: eine begehbare Kunst-Installation namens „Sichtung V“, in deren Umfeld die Anwohner des jungen Stadtteils die Angebote der Kirche kennenlernen sollen.
„Wir sind hier nicht mehr der Haupt-Player, sondern Gäste“, sagt Seelsorger Johannes van Kruijsbergen vom Pfarrverband München West. „An diese Rolle wollen wir uns gewöhnen – und dabei herausfinden, was die Bedürfnisse der Menschen hier sind.“ Das geschehe in Form von Turm-Begehungen (Anmeldung unter sichtungV@pf-muenchen-west.de), Gottesdiensten, Lagerfeuern oder Kunst-Veranstaltungen an wechselnden Orten.
Erst nächstes Jahr soll auf dem Kirchengelände an der Albert-Camus-Straße zumindest ein Versammlungs-Pavillon errichtet werden. Bis dahin hat sich wohl auch Pfarrer Markus Zurl aus Gräfelfing eingelebt – er kommt im Oktober neu nach Freiham.ISABEL WINKLBAUER