Spur nach Russland?
Verdächtige sollen für Geheimdienst GRU gearbeitet haben
Ein Polizist am Tatort. © Thomas Gaulke
Sie warfen am 3. September Brandsätze vor die Zentrale des Kampfdrohnen-Herstellers Helsing – seitdem sitzen eine Frau (28) und ein Mann (38) aus Bulgarien in U-Haft.
Laut der „FAZ“ sollen sie im Auftrag des russischen Geheimdienstes GRU gehandelt haben. Sie sollen zu einem Team des russischen Militärgeheimdienstes GRU gehören, das von der Slowakei aus operierte, wie die Zeitung aus Sicherheitskreisen erfahren haben will. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigt das auf Anfrage nicht. Sie führt die Ermittlungen in dem Fall.
In der Nacht zum 3. September hatten die Bulgaren zwei Brandsätze aus einem BMW auf eine Baustelle in der Mühldorfstraße geworfen – genau vor dem Rüstungskonzern Rohde & Schwarz. Nach unseren Informationen war aber der nahe gelegene Drohnenhersteller Helsing das Ziel. Helsing baut Kampfdrohnen für die Ukraine.
Das entstandene Feuer konnte schnell gelöscht werden, ein größerer Schaden entstand nicht. Die beiden Verdächtigen wurden später an der nahe gelegenen Esso-Tankstelle am Innsbrucker Ring von der Polizei festgenommen.THOMAS GAUTIER