In Ruhe seinen runden Geburtstag vorzubereiten – dafür hatte Bundesagrarminister Christian Schmidt wahrlich keine Zeit. Wenn der CSU-Politiker diesen Samstag in seinem mittelfränkischen Geburtsort Obernzenn mit Familie und Parteifreunden den 60. feiert, dann liegen anstrengende Wochen hinter ihm. Der Fipronil-Eierskandal hatte schon die Sommer-Urlaubspläne des Ministers Anfang August durcheinandergeworfen. Aber Schmidt, der seit 2013 Agrarminister ist und sich vorher als Verteidigungsexperte der CSU einen Namen gemacht hatte, kennt sich aus mit scharfen Gefechten. „Stress ist was für Leistungsschwache“, sagt er dann mit einem Augenzwinkern. Ob er nach der Bundestagswahl erneut Agrarminister wird, ist fraglich. Die Arbeit macht ihm Spaß, antwortet er, wenn er nach seiner beruflichen Zukunft gefragt wird. Punkt. Nicht mehr. Jetzt feiert der stellvertretende Parteivorsitzende der CSU erst einmal im Garten des Gräflich Seckendorffschen Blauen Schlosses und am Abend mit der Partei in der Festhalle. Und nach der Bundestagswahl am 24. September sieht man dann weiter. Seinen 60. jedenfalls kann Christian Schmidt als Bundesminister feiern. cm