Norden: Den Großteil der Grenze zur Türkei beherrscht die Kurden-Miliz YPG, die mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden ist. Ausnahme ist ein Korridor nördlich von Aleppo, den von der Türkei unterstützte Rebellen kontrollieren. Dort sind auch türkische Truppen stationiert.
Die Provinz Idlib im Nordwesten hat der syrischen El-Kaida-Ableger Haiat Tahrir al-Scham (HTS) fest in seiner Hand.
Der IS hat seine Gebiete in Nordsyrien fast vollständig verloren. Die YPG führt dort eine Offensive auf die Rakka an und hat schon mehr als die Hälfte der Stadt eingenommen. Regierungstruppen beherrschen Aleppo und Teile des Umlands.
Westen und Zentrum: Das Gebiet ist eine Hochburg der Regierung. Es zieht sich von den Küstenprovinzen Latakia und Tartus im Nordwesten weit Richtung Süden bis zur Hauptstadt Damaskus. Dazu gehören auch Hama und Homs, womit alle wichtigen urbanen Zentren des Landes und auch der größte Teil der verbliebenen Einwohner Syriens von Regierungstruppen kontrolliert werden.
Osten: Hier hat der IS seine letzten Bastionen in Syrien. Dazu zählt vor allem die Stadt Dair as-Saur im Euphrat-Tal. Der größte Teil des Gebiets besteht aus Wüste. Die Region ist bedeutend, weil hier Teile der spärlichen Öl- und Gasvorräten liegen.
Süden: Die Herrschaft rund um die Stadt Daraa nahe der Grenze zu Jordanien ist zwischen Rebellen und Regierung geteilt. Unter den Gegnern von Präsident Baschar al-Assad sind moderatere und radikale Gruppen zu finden. Dazu zählen auch Kämpfer des IS und Al-Kaidas.