Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Libyen vor dem Pariser Gipfel zur Flüchtlingskrise weitere Unterstützung in Aussicht gestellt. Die Kanzlerin sagte der „Welt am Sonntag“, sie wolle die libysche Küstenwache „mit den notwendigen Geräten ausstatten“, damit sie ihre Arbeit tun könne. Merkel sagte der Zeitung, Libyen solle befähigt werden, die eigene Küste zu schützen. Zudem müsse Schleppern das Handwerk gelegt werden, die für den Tod vieler Menschen verantwortlich seien. „Dabei legen wir natürlich größten Wert darauf, dass sich die libysche Küstenwache an die Gebote des internationalen Rechts hält, sowohl im Umgang mit Flüchtlingen und Migranten als auch mit Nichtregierungsorganisationen“, betonte die Kanzlerin. Pro Asyl rief die Kanzlerin auf, die Zusammenarbeit mit Libyen zu beenden. In den Flüchtlingslagern des Landes seien „Folter, Vergewaltigung und schwerste Menschenrechtsverletzungen“ an der Tagesordnung. afp