Gnade für berüchtigten Ex-Sheriff

von Redaktion

US-Präsident Donald Trump hat den wegen Misshandlung von Latinos berüchtigten früheren Sheriff Joe Arpaio begnadigt. Der treue Gefolgsmann Trumps im Wahlkampf hatte sich selber früher als „härtester Sheriff“ der USA bezeichnet. Er war wiederholt wegen seiner äußerst harschen und erniedrigenden Behandlung von Gefangenen und seines harten Vorgehens gegen illegale Immigranten in die Schlagzeilen geraten. Arpaio war von 1992 bis 2016 Sheriff des Bezirks Maricopa im Bundesstaat Arizona. In dieser Zeit hatte der heute 85-jährige Republikaner tausende Latinos bei Razzien und Verkehrskontrollen aufgreifen lassen, obwohl nichts gegen sie vorlag. Am Rande von Phoenix richtete er in der glühenden Hitze Arizonas eine Gefängnis-Zeltstadt ein. Die Häftlinge zwang er, rosa Unterwäsche zu tragen – angeblich, weil diese Farbe eine beruhigende Wirkung habe. Das Essen für die Gefangenen war stets ohne Pfeffer und Salz, aus finanziellen Gründen, so Arpaio.

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