von Redaktion

Berlin – Der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat mit einer Äußerung über die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, für Empörung gesorgt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Eichsfeld/Thüringen zitierte er Özoguz, die in einem Interview im Mai gesagt hatte, eine spezifisch deutsche Kultur sei, jenseits der Sprache, nicht zu identifizieren. Gauland rief seinen Zuhörern zu, sie sollten Özoguz nach Eichsfeld einladen und ihr zeigen, was deutsche Kultur sei. Danach komme sie nicht wieder „und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können“.

Während der AfD-Mann gestern seine Ausdrucksweise verteidigte, schlug ihm harte Kritik entgegen. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nannte die Formulierung „widerlich“. CDU-Generalsekretär Peter Tauber sprach von „Rassismus.“ Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: „Frau Özoguz stammt aus Hamburg – insofern disqualifizieren sich diese Äußerungen von selbst.“

Die Co-Spitzenkandidatin der AfD, Alice Weidel, sagte: „Gauland hat recht.“ Wenn eine Integrationsbeauftragte keine Kultur in Deutschland erkennen könne, „dann ist sie in der Türkei besser aufgehoben“.

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