Macron will eigenes Euro-Budget

von Redaktion

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron strebt einen eigenen Haushalt für die Eurozone von hunderten Milliarden Euro an. Ein solches Budget solle mehrere Punkte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Eurozone repräsentieren, sagte Macron in einem Interview des Magazins „Le Point“. Es solle die Möglichkeit geschaffen werden, gemeinsam Geld an den Märkten aufzunehmen und es „mit ausreichender Schlagkraft zuzuteilen“. Das Bruttoinlandsprodukt aller Euro-Länder lag 2016 laut der Statistikbehörde Eurostat bei 10,7 Billionen Euro; ein Prozentpunkt entspricht damit 107 Milliarden Euro. Die Eurozone habe heute eine zu restriktive Budgetpolitik, wenn man sie mit der Politik Chinas, Russlands oder der Vereinigten Staaten vergleiche, so der Staatschef. „Und es sind unsere Arbeitslosen, die den Preis dafür zahlen.“ Macron weiter: „Die Schaffung dieses Budgets bedeutet, ein Minimum an Solidarität zu schaffen, um anschließend gemeinsam Geld aufnehmen zu können und wirtschaftliche Schocks zu absorbieren, die Europa treffen können.“

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