Gegen Abgas und Erdogan

von Redaktion

Abensberg – Vor dem Redner-Podest im Weinzelt steht ein Mann mit dunklem Sakko und ernstem Blick. Er passt ganz offensichtlich auf, dass niemand an ihm vorbei auf die Bühne gelangen kann. Dort spricht Cem Özdemir. Der Spitzenkandidat der Grünen hat sich mit scharfer Kritik am türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zuletzt unter dessen Anhängern wenige Freunde gemacht, Vorsicht ist geboten. Und Özdemir arbeitet weiter daran. „Die Reisewarnung für die Türkei muss verschärft werden“, ruft er auch diesmal wieder. Autoritäre Herrscher bräuchten klare Ansagen.

Doch der Grüne hat auf dem Gillamoos auch noch andere Themen im Gepäck. Özdemir spricht sich für eine bessere Entlohnung in „sogenannten Frauenberufen“ aus – wie Hebammen oder Pflegerinnen.

Auch das Thema Integration packt Özdemir aus. Klar sei: „Wer in diesem Land glücklich werden will, muss sich ans Grundgesetz halten.“ Kein heiliges Buch stehe darüber. Wer allerdings gut integriert sei, „der bleibt“.

Die Verkehrspolitik der Großen Koalition und das Festhalten am Verbrennungsmotor kritisiert Özdemir – und macht einen Richtungswechsel zur Bedingung für eine Zusammenarbeit. Ohne „den Einstieg in den Ausstieg aus emissionsbetriebener Mobilität“ könnten die Grünen keine Koalition eingehen. Die Frage sei längst nicht mehr, ob das emissionsfreie Auto komme, sondern wer es entwickele und baue.  hor

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