In der ZDF-Live-Sendung „Wie geht’s, Deutschland?“ hat die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel im Streit mit CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (CSU) gestern Abend das Studio verlassen. Zu Gast bei Moderatorin Marietta Slomka waren sieben Politiker eingeladen, um über die wichtigsten Themen des Bundestagswahlkampfs zu diskutieren. Als Weidel bei der Debatte um die Asylpolitik Scheuer mit „Herr Scheurer“ ansprach, reagierte der CSU-Politiker verärgert. „Bevor Sie da jetzt rum- stänkern, machen Sie erst mal den Zuschauern klar, dass sie sich von Björn Höcke und Alexander Gauland distanzieren“. Für ihn, so Scheuer, sei Höcke einfach ein Rechtsradikaler. Und das sei die Abgrenzung zwischen CSU und AfD. Daraufhin verließ Weidel die Sendung.
Bis Ende des Jahres will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Zahl der anhängigen Asylverfahren auf rund 50 000 verringert haben. Das sagte BAMF-Präsidentin Jutta Cordt in Nürnberg. Diese Zahl sei ein „normaler Umlaufbestand“ für die Behörde, denn „auf null werden wir nie sein“. Denn immer wieder fehlten bei Verfahren Pässe oder andere Dokumente, was die Bearbeitung verzögere. Bereits im Mai habe das Bundesamt wieder eine Art Normalbetrieb erreicht, sagte Cordt.
Gut sechs Monate nach der Ermordung von sechs Rotkreuz-Mitarbeitern in Afghanistan sind zwei entführte Kollegen der Opfer jetzt freigelassen worden. „Wir sind erleichtert und dankbar“, sagte die Leiterin der Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Afghanistan. Das IKRK wollte sich nicht zur Frage äußern, ob den Entführern Geld gezahlt wurde.
Wegen Terrorverdachts und mutmaßlicher Mitgliedschaft in einer verbotenen Neonazi-Gruppe sind vier britische Soldaten festgenommen worden. Die 22 bis 32 Jahre alten Männer stammten aus England und Wales, teilte die Polizei von West Midlands mit. Sie sollen der Neonazi-Gruppe Nationale Aktion (National Action) angehören, die in der Vergangenheit um junge Anhänger warb. Die Männer stehen im Verdacht, Terrorhandlungen vorbereitet zu haben. Details nannte die Polizei nicht.