Aktuelles in kürze

von Redaktion

Pfeifkonzerte bei Merkel-Reden

Mit Pfiffen und Buh-Rufen haben mehr als hundert Protestler am Mittwoch im sächsischen Torgau versucht, die Wahlkampfrede von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu übertönen. Sie hielten teilweise Plakate der AfD und der NPD in die Höhe. Die Protestler setzten während Merkels Rede ununterbrochen Trillerpfeifen und Tröten ein und schrien unter anderem „Hau ab“. Merkel zog ihre gut 30-minütige Rede unbeirrt durch – trotz „Buh“- und „Volksverräter“-Rufen. Nach Einschätzung aus dem CDU-Wahlkampfteam war der Protest ungewöhnlich heftig und laut. Auch bei ihrem anschließenden Wahlkampfauftritt im brandenburgischen Finsterwalde ist die Kanzlerin mit lauten Pfiffen empfangen worden, die ihre gesamte Rede über andauerten.

Die Sicherheitsbehörden in Europa verbuchen mehrere Erfolge gegen Terroristen: Im Großraum Paris wurden zwei Männer festgenommen. Bei der Durchsuchung einer Wohnung in der südlichen Pariser Vorstadt Villejuif seien mögliche Bestandteile zur Herstellung von Sprengvorrichtungen entdeckt worden, verlautete am Mittwoch aus Ermittlerkreisen. Dabei handelte es sich unter anderem um Gasflaschen und Elektrodraht. Auch Spanien und Marokko haben nach eigenen Angaben eine mutmaßliche Terrorzelle zerschlagen, die Attentate in beiden Ländern vorbereitet haben soll. Sechs Mitglieder der Gruppe seien festgenommen worden, erklärte das spanische Innenministerium. Die Männer hätten „Anschläge großen Ausmaßes“ geplant. Kopf der Gruppe ist nach Angaben des Ministeriums ein 39-jähriger Spanier marokkanischer Herkunft, der in der Exklave Melilla festgenommen wurde. Die fünf weiteren Verdächtigen sind marokkanische Staatsbürger und wurden in Marokko gefasst. Sie hätten geübt, Menschen zu enthaupten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft ägyptischen Sicherheitskräften schwere Folter von politischen Gefangenen vor. Diese sei in Ägypten weit verbreitet und werde systematisch angewandt, heißt es in einem Bericht. Es handele sich dabei wahrscheinlich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu den Foltermethoden gehörten Schläge, Elektroschocks und manchmal auch Vergewaltigung.

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