Redmond/Cupertino – Führende Technologiekonzerne in den USA haben scharf gegen das von Präsident Donald Trump beschlossene Ende eines Programms zum Schutz von Immigrantenkindern („Dreamers“) protestiert. Microsoft-Präsident Brad Smith kündigte den 39 Betroffenen in seiner Belegschaft Rechtsbeistand an. „Wenn die Regierung versucht, einen von ihnen abzuschieben, werden wir ihnen einen Rechtsbeistand zur Verfügung stellen und dafür bezahlen.“ Microsoft sei „tief enttäuscht“ über die Entscheidung der Regierung, erklärte Smith. „Die Dreamers sind ein Teil unserer Nation. Sie gehören hierher.“
Das von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama per Dekret erlassene Programm schützt die als Kinder illegaler Einwanderer ins Land Gekommenen vor der Abschiebung. Justizminister Jeff Sessions nannte Obamas Vorgehen verfassungswidrig. Nun soll der Kongress bis zum Frühjahr eine Lösung finden.
Apple-Chef Tim Cook kündigte in einer E-Mail an seine Belegschaft eine Zusammenarbeit mit den Kongress-Mitgliedern an, um eine Lösung für die 750 000 bis 800 000 betroffen Menschen zu finden, die ohne gültige Papiere in den USA groß geworden und zur Schule gegangen sind. „Wir appellieren dringend an unsere Führer in Washington, die Dreamers zu schützen, so dass ihre Zukunft nie wieder in dieser Art und Weise aufs Spiel gesetzt werden kann“, schrieb Cook.