Erst „Harvey“, nun „Irma“, und bald mit „Jose“ der nächste Wirbelsturm. Es ist eine Schneise des Todes und der Verwüstung, die sich durch die Karibik und den Süden der USA zieht. Nun fürchtet Florida den GAU von Mutter Natur, wenn „Irma“ als möglicherweise stärkster Hurrikan der US-Geschichte auf Land trifft. Die Menschen zeigen die üblichen Reaktionen: Wer kann, bringt sich in Sicherheit. Andere hoffen und beten für ein Überleben. Verblüffend ist dabei, wie die öffentliche Debatte über die Ursachen dieser wiederholten und gefährlichen Wetter-Phänomene vor allem in den USA unterbleibt. Dabei wären „Harvey“ und „Irma“ laute Weckrufe, wenn es um den Beitrag der Menschen zu Katastrophen geht.
Zwar ist durch wissenschaftliche Daten nicht zweifelsfrei gestützt, dass durch den Klimawandel und die damit verbundene graduelle Erderwärmung auch die Zahl der Wirbelstürme zugenommen hat. Es gibt ruhige und weniger ruhige Jahre. Doch ein Teil der Experten zeigt sich mittlerweile davon überzeugt, dass der Temperaturanstieg in den Meeren zumindest die Stärke der Hurrikane beeinflusst und damit auch langfristig die Schäden zunehmen werden. Auch der Weltklimarat teilt bereits diese Annahme. Noch ist Zeit für US-Präsident Trump, den Ausstieg aus dem Pariser Klima-Abkommen zu überdenken. Es wäre ein politisches Ausrufezeichen, ein wichtiges Signal auch für kommende Generationen.
Friedemann Diederichs
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