Aktuelles in kürze

von Redaktion

Anschläge vereitelt

In Frankreich sind seit Jahresanfang elf Anschläge verhindert worden. Daraus werde das Ausmaß der Gefahr für Frankreich ersichtlich, sagte Innenminister Gérard Collomb am Freitag bei der Amtsübernahme des neuen Chefs des Inlandsgeheimdienstes DGSI, Laurent Nuñez. In Frankreich sind bei islamistischen Anschlägen seit Anfang 2015 insgesamt 239 Menschen getötet worden, seit den Pariser Anschlägen vom November 2015 herrscht in dem Land der Ausnahmezustand.

Der CSU-Europapolitiker Bernd Posselt hat den geplanten Auftritt des ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus bei einer AfD-Kundgebung in Nürnberg kritisiert. „Während die Mehrheit der Tschechen und der Sudetendeutschen in europäischem Geist immer intensiver zusammenarbeitet, tun sich bei der AfD die Nationalisten und EU-Hasser von beiden Seiten zusammen“, teilte Posselt, der auch Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe ist, am Freitag mit. Dabei sei es Nationalismus gewesen, der Tschechen und Deutsche in Böhmen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert entzweit habe.

Einen Tag nach der Veröffentlichung eines Berichts über systematische Folter in Ägypten haben die Behörden die Internetseite der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in Ägypten blockiert. Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, kritisierte die zunehmende Sperrung von Internetseiten unabhängiger Medien und Organisationen.

Die Äußerungen von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zur Gewalt gegen die muslimische Rohingya-Minderheit haben den Ex-Direktor des norwegischen Nobel-Instituts überrascht. „Ich bin sehr enttäuscht von ihrer Haltung“, sagte Geir Lundestad. „Sie sieht dies einfach nur als eine Frage von Terrorismus, und sie hat keine Bemühungen unternommen, eine politische Lösung zu finden.“

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