Papstbesuch in Kolumbien

Friedensstifter Kirche

von Redaktion

Wie sehr die katholische Kirche als Friedensstifterin in der Welt gebraucht wird, ist gerade überdeutlich zu sehen. Kein Wunder, dass der Papst in Kolumbien begeistert gefeiert wird: Die Kirche hatte großen Anteil daran, dass dort nach fünf Jahrzehnten Guerillakrieg mit fast 220 000 Toten endlich Ruhe einkehrt. Franziskus kommt zur rechten Zeit in das südamerikanische Land. Denn noch ist der Frieden äußerst zerbrechlich. Der Papst kann helfen, dem notwendigen Prozess von Vergebung und Aussöhnung einen wichtigen Schub zu verleihen. Franziskus nutzt auch die Gelegenheit, mit venezolanischen Bischöfen zu sprechen. Die Lage in dem kolumbianischen Nachbarland ist nach wie vor dramatisch. Vermittlungsversuche seitens der Kirche sind auch hier dringend erforderlich.

In Münster und Osnabrück findet derzeit ein Weltfriedenstreffen statt, organisiert von der katholischen Gemeinschaft Sant’ Egidio. Hier schließt sich der Kreis: Diese katholische Bewegung hatte auch in Kolumbien segensreich zwischen Regierung und Rebellen vermittelt. Es ist der Auftrag der Kirche in der Welt: Frieden schaffen, Aussöhnung ermöglichen, Gerechtigkeit zu ihrem Recht verhelfen. Für alle Religionen müsste das eine Selbstverständlichkeit sein.

Claudia Möllers

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