Nach gut zweiwöchigen Kämpfen in Myanmar haben die Rohingya-Rebellen einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen. Die humanitäre Feuerpause solle einen Monat lang gelten, teilten die Aufständischen am Sonntag mit. Damit sollten Hilfslieferungen für die Not leidenden Menschen in dem nordwestlichen Bundesstaat Rakhine ermöglicht werden. Durch die Kämpfe zwischen Rebellen und Soldatenwurden hunderte Menschen getötet. Nach UN-Angaben flohen 290 000 Menschen vor der Gewalt ins Nachbarland Bangladesch.
In der diplomatischen Krise zwischen dem isolierten Golfstaat Katar und der Regionalmacht Saudi-Arabien ist nach einem Gespräch der beiden Herrscher ein neuer Streit entbrannt. Riad warf Doha am Samstag vor, falsche Informationen über das Telefonat von Katars Scheich Tamim bin Hamad Al Thani mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman zu verbreiten. Nun will Saudi-Arabien erstmal keine Kontakte mehr.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll in Syrien gut 11 000 Blanko-Pässe erbeutet haben. Das berichtet die „Bild am Sonntag“. Die deutschen Sicherheitsbehörden befürchten offenbar, dass der IS mit den Pässen Kämpfer nach Deutschland einschleusen könnte. Allerdings seien die Seriennummern bekannt.
Drei Monate nach der Parlamentswahl hat das Kosovo eine neue Regierung. Das Parlament des jüngsten europäischen Staates wählte am Samstag den früheren Rebellenkommandeur Ramush Haradinaj mit knapper Mehrheit zum Regierungschef. Haradinaj stand zweimal vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, wurde aber freigesprochen.