Das Parteiausschlussverfahren gegen Thüringens AfD-Chef Björn Höcke ist noch nicht entschieden – und ob es überhaupt zu einem Ergebnis kommt, ist offen. Nach Infos des „MDR“ soll es einen formalen Fehler in dem Antrag geben. Das Gesuch war im März nach Höckes umstrittener Rede zum Holocaust-Mahnmal in Berlin von Bundeschefin Frauke Petry und zwei weiteren Vorständen unterschrieben worden. Höcke nahm im Juli Stellung. Er wies die Vorwürfe zurück. Der Antrag sei „sachlich nicht begründet und auch in der Form nicht ganz korrekt gewesen“, sagte AfD-Landeschef Torben Braga dem Sender. Nach der Schiedsgerichtsordnung der AfD könnte der Bundesvorstand den Antrag nachbessern, passiert ist das laut „MDR“ bisher aber nicht. Es ist auch fraglich, ob es dazu kommt: AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hatte sich in der „Bild“ offen gezeigt, Höcke in den Bundesvorstand wählen zu lassen.