Die Kurden im Nordirak

von Redaktion

Von den etwa 39 Millionen Einwohnern des Iraks sind rund 15 bis 20 Prozent Kurden. Sie stellen neben den arabischen Schiiten und Sunniten die dritte große Volksgruppe im Land. Die meisten Kurden leben im Norden des Landes, wo sie in ihrer Autonomieregion große Unabhängigkeit genießen. Dort haben sie in ihrer Hauptstadt Erbil ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Am Flughafen Erbil vergeben sie eigene Visa. Während die Sicherheitslage in großen Teilen des Iraks seit Jahren äußerst schwierig ist, gelten die kurdischen Autonomiegebiete als recht stabil. Erbil erlebte lange einen Bauboom, der wegen des schwachen Ölpreises und dem Rückgang der Einnahmen jedoch vorbei ist. Mit den Pesch-merga-Kämpfern haben die Kurden Truppen, die im Kampf gegen die IS-Terrormiliz eine wichtige Rolle spielten. Deutschland liefert den Peschmerga Waffen und bildet sie aus.

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