Trump greift UN-Bürokratie an

von Redaktion

Vor Vollversammlung: Streit um Reformpläne des US-Präsidenten

New York – US-Präsident Donald Trump hat die Vereinten Nationen als zu bürokratisch und schlecht geführt kritisiert. „Wegen Bürokratie und Misswirtschaft haben die UN ihr volles Potenzial nicht erreicht“, sagte Trump bei seinem ersten Auftritt bei den UN in New York. Das Budget der Weltorganisation habe sich seit dem Jahr 2000 um 140 Prozent vergrößert und die Zahl der Mitarbeiter seitdem verdoppelt, sagte Trump. „Die Ergebnisse entsprechen diesen Investitionen nicht.“

UN-Generalsekretär António Guterres bekräftigte nach Trumps kurzer Ansprache seinen Reformwillen. „Wir können mehr tun.“ Er nannte als Ziel ein gutes „Preis-Leistungs-Verhältnis, während wir gemeinsame Werte vorantreiben“. Guterres dankte Trump für seine Unterstützung. Die USA zahlen sowohl zum Budget für die 16 UN-Friedenseinsätze als auch zum regulären UN-Budget den mit Abstand größten Beitrag. Trump dürfte die Budgetfrage auch in seiner Rede bei der heute beginnenden Generaldebatte aufgreifen.

128 der 192 weiteren Mitgliedstaaten unterzeichneten eine von den USA vorgelegte politische Absichtserklärung, die Guterres zu „größerer Transparenz und Berechenbarkeit bei benötigten Ressourcen“ drängt. Deutschland war Co-Gastgeber des Treffens und hat die Erklärung ebenfalls unterzeichnet; Russland weigert sich.

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