Der Weltkrieg-Verhinderer

von Redaktion

Ex-Sowjet-Offizier Stanislaw Petrow starb mit 77

Moskau – Der Ex-Sowjet-Offizier Stanislaw Petrow, der in der Nacht vom 25. zum 26. September 1983 möglicherweise den Beginn eines neuen Weltkriegs verhinderte, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Wie Petrows Sohn Dmitri sagte, starb Petrow bereits am 19. Mai in seiner Wohnung in Frijasino, 20 Kilometer nordöstlich von Moskau.

Petrow war in jener Nacht der diensthabende Verantwortliche in einem Luftüberwachungszentrum nahe Moskau, als der Computer den Abschuss von fünf US-Raketen Richtung Sowjetunion anzeigte. Er meldete seinen Vorgesetzten damals einen Fehlalarm. „Ich wollte nicht schuld sein am Dritten Weltkrieg“, sagte er. Petrows einsame Entscheidung wurde erst nach dem Untergang der Sowjetunion mit zehnjähriger Verspätung publik gemacht.

Der Fehlalarm von 1983 kam zustande, weil Reflexionen von Sonnenstrahlen in Wolken von den Frühwarnsystemen als Energieentladungen beim Raketenstart eingestuft worden waren. Petrow selbst glaubte an einen Fehlalarm, weil nicht nur fünf Raketen an einem US-Angriff beteiligt gewesen wären, sondern hundert.

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